Wellen schwärmen

Statt des geplanten Bühnenprogramms gibt es bei Tanz im August dieses Jahr ein Online-Angebot an Gesprächen, Filmen und Soundarbeiten, eine digitale Konferenz und zwei Arbeiten im öffentlichen Raum. Das Medien- und Performance-Kunst-Kollektiv LIGNA lässt die Teilnehmer*innen von „Zerstreuung überall! Ein internationales Radioballett“ mithilfe von akustischen Anweisungen ein zerstreutes Kollektiv praktizieren, das doch ganz unter sich bleibt.

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Über kommunizierende Körper: Isabelle Schad im Interview

Eigentlich wäre im Juni zum ersten Mal zusammenhängend Isabelle Schads Trilogie aus „Collective Jumps“, „Pieces and Elements” und „Reflection” im HAU Hebbel am Ufer gezeigt worden. Mit Jette Büchsenschütz spricht sie über Kontemplation, Kollektive und die Kraft, die von sich verschränkenden Körpern ausgeht – und es wird deutlich, wie aktuell ihre Stücke gerade heute sind. 

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Kein Leben ohne Tod

Bei “Op.131 : End/Dance” vom Choreografen Laurent Chétouane, das seine Premiere am 29. November im HAU 1 gefeiert hat, entstehen durch unermüdliche zirkuläre Bewegungen zahllose Kreise, die sich nicht schließen. So wie seine musikalische Begleitung, Beethovens Streichquartett Op. 131, benötigt auch der Tanz von Léonard Engel keine feste Einordnung in einer linearen Kulturgeschichte, um seinem Publikum Vergnügen zu bereiten.         

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Das Goldene Wesen

In „Melancholía“, einer Koproduktion des HAU Hebbel am Ufer, schaffen Josep Caballero García / Queerpraxis eine sinnliche Welt des Spiels, in der Gender- und ethnische Identitäten sich der Eindeutigkeit entziehen.

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Tanz im August Interview-Reihe: Gunilla Heilborn

Das Wundervolle bewegt die Erinnerung mehr als das Gewöhnliche. Dieser Satz, ursprünglicher Arbeitstitel des Stücks „The Wonderful and the Ordinary“ („Das Wundervolle und das Gewöhnliche“) inspirierte die Choreografin Gunilla Heilborn dazu, eine Trilogie zu konzipieren, die sich mit dem Wunder und der Last der Erinnerung beschäftigt.

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Tanz im August Interview-Reihe: Nicola Gunn

Ein Streit mit einem Mann, der erbarmungslos Steine auf eine Ente warf, wurde zum Ausgangspunkt für Nicola Gunns Soloarbeit „Piece for Person and Ghetto Blaster“. Diese Begegnung – und die mit ihr einhergehenden Missverständnisse – inspirierten sie, ein Stück zu konzipieren, in dem Kommunikation und Fehlkommunikation im Zentrum des Geschehens stehen.

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Ich stehe auf dem Kaisersteg in Oberschöneweide und blicke in Richtung Zukunft …

Mit „Projecting [Space[„, ihrem 2017 im Rahmen der Ruhrtriennale gezeigten Entwurf eines zukünftigen Zusammenlebens kampiert die in Brüssel und Berlin arbeitende Choreografin Meg Stuart noch bis Anfang Oktober in den Reinbeckhallen, einer heutigen Eventlocation und einstigen Transformatorenhalle im ehemaligen Fabrikquartier Oberschöneweide. Zukunft und Gegenwart liegen in der Berliner Version des Stücks dicht beieinander.

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Bewegte Gedanken

Im Rahmen von Tanz im August versucht der französische Choreograf Noé Soulier, mit „The Waves“ die Beziehung zwischen Bewegung und Gedanke zu untersuchen, während das spanische Choreograf*innen-Duo Mal Pelo mit „The Fifth Winter“ zarte und zugleich kraftvolle Körper-Poesie entwirft.

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Am Puls der Natur

Die Natur auf die Bühne zu holen, ist ein Trend im zeitgenössischen Tanz. Angela Schubot und Jared Gradinger choreografieren mit ihrem Trilogie-Auftakt „YEW“ im HAU eine posthumanistisch angehauchte Mensch-Pflanzen-Interaktion, die zum Verweilen einlädt. Sie nennen das einen „Garten ohne Erde“. Zwischen Bio-Emissions-Übertragung und getanzter Naturliebeslyrik.

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