Artikelübersicht

Tanz und Musik im Dialog

In 12 Tagen begegneten sich 40 Tänzer*innen und Musiker*innen in 17 Produktionen auf der Bühne und in den Studios des DOCK11 im Rahmen des internationalen Festivals für zeitgenössischen Tanz und Klang SOUNDANCE in Berlin. Die gerade zu Ende gegangene dritte Ausgabe des Festivals schuf Begegnungsräume für analoge und digitale Klangräume, Echtzeitmusik, Tänzer*innen, Performer*innen, Lichtdesign, Projektionen und […]

Schäumendes Erdzeitalter

Mirjam Sögner entführt uns mit „Speaking Volumes“ in eine Welt verschiedener Materialität, in deren subtile Veränderungsprozesse und in eine entschleunigte Zeitlichkeit. Zwischen schwarzer Plane, fußballgroßen Steinen und sehr viel Schaum erkunden die drei Performer*innen Vorstellungswelten von Plattentektonik und artifiziellen Landschaften.

Wo können wir tanzen?

Das Studio K77 zu „AMALGAM SoloFest“ zu betreten, das Teil des PAF Festivals ist, ist wie in einen Wirbelsturm zu geraten. Körper sind durch den Raum verteilt, manche sitzen, andere stehen, manche blicken in Gruppen in die gleiche Richtung, andere setzen sich unabhängig ab, um sich Organisationsfragen zuzuwenden. Ohne klaren Bühnenraum hat das Publikum keine […]

Tanzkongress 2019 – A Long Lasting Affair

Angekündigt als „Versammlungsformat, das zeitgenössische Fragen des Tanzes praxisbasiert und gemeinschaftlich angehen wird“, berichtet eine aus der Berliner Tanzszene nach Dresden Angereiste vom 5. bis 10. Juni vom Tanzkongress 2019, der unter der künstlerischen Leitung von Meg Stuart im Festspielhaus HELLERAU stattfindet.  

Distanzakte

Das Radialsystem holt im Rahmen der Reihe New Empathies Ginevra Panzetti und Enrico Ticconis „HARKLEKING“ zurück nach Berlin.

Die Wirksamkeit des Zuhörens

Zwoisy Mears-Clarke präsentiert mit „Worn & Felt“ eine bewegende und durchdacht künstlerische Arbeit im Hochzeitssaal der Sophiensaele.

Umwickelt und verstrickt

Thomas Hauert und seine Company ZOO bringen mit „How to Proceed“ eine Deutschlandpremiere, ihr eigenes Geburtstagsgeschenk zum 20-jährigen Jubiläum, mit bunten Stoffschnüren zu den Potsdamer Tanztagen. Ein Sprachen- und Stimmenwirrwarr, ein Verstricken und Verknäulen in stets aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen und in jeder Menge Stofffetzen.   

Interviewreihe: Tanzhybriden – Clément Layes

Mit Besen, Eimern, Kisten und Stühlen, die sich kühn und aus eigenem Antrieb bewegen, schafft Clément Layes Choreografien mit Alltagsgegenständen. Seine jüngste Recherche, „The Emergency Artist“ (2018), lässt er mit dem Hintergrund eines 90-Grad-Holzwinkels in Interaktion treten. In der Mitte des Stücks dreht sich die Konstruktion und drei Performer*innen in Schwarz erscheinen unerwartet. Ich wollte […]

Teach, Talk and Dance

Peter Pleyer hat mit „triton tanzt. twisted trident.“ sein bewährtes (Unterrichts-)Format auf die Bühne des DOCK 11 gesetzt und schafft einen wunderbaren Abend der lebendigen Archive, Erinnerungen an große Künstler*innen und Lust auf ein Stöbern in Tanzgeschichte(n), alten Magazinen und einen Austausch mit Zeitzeugen.

Wildwüchsiges Kleinstpublikum

Mit „YEW:kids“, der auf dem diesjährigen Festival für allerkleinstes Theaterpublikum FRATZ International gezeigten Kinderversion von „YEW:outside“, stößt der posthumanistische Ansatz des Duos Schubot & Gradinger auf eine unmittelbare physische Resonanz.

Dead Earth Song / Eine Reise auf dem Höllenschiff / Zauseliger Zauberer

„The Clearing“ von Jeremy Wade am HAU2 verbindet Travestie und Tragödie zu einem stimmig heilenden Katastrophenszenario

Essay: Questioning Contemporary Dance

Wie steht es um die Zugänge zur Kunstform Tanz, insbesondere auf Seiten der Macher*innen? Wie öffnen sich Ausbildungsinstitutionen des zeitgenössischen Tanzes, um die Vielfalt der Gesellschaft abzubilden? Einige Erkundungen zwischen positiven Entwicklungen und den Gefahren des Tokenismus.Von Astrid Kaminski und Elena Philipp, 26. April 2019 

Im Rausch der Körper und Substanzen

Meg Stuart eröffnet mit „UNTIL OUR HEARTS STOP” auf der Bühne des HAU 2 zum wiederholten Mal einen scheinbar schamfreien Raum, in dem es keine Tabus des körperlichen und zwischenmenschlichen Miteinanders zu geben scheint.

15 Jahre glücklich und kurz getrimmt

Seit 15 Jahren gibt LUCKY TRIMMER nicht abendfüllenden Performances eine Bühne und füllt damit eine Lücke in der Berliner Performance-Landschaft der freien Szene. Die Jubiläumsedition der Non-Profit-Initiative war zu Ostern (wie schon seit sieben Jahren) in den Sophiensælen zu Gast.

Dieser Rhythmus…

…reißt uns mit? Hermann Heisig wandelt im Tänzer*innen-Quartett mit autoritärer Lehrerin auf den Spuren der Rhythmischen Gymnastik à la Émile Jaques Dalcroze.

Bewegungsfolien mit Rissen

Extreme Körperlichkeiten, spezielle Bewegungssprachen und inzwischen schon fast ein Stück zeitgenössische israelische Tanzgeschichte: Gauthier Dance aus Stuttgart zeigt unter dem Titel „Mega Israel“ Choreographien der drei bekanntesten zeitgenössischen Choreograph*innen aus Israel im Haus der Berliner Festspiele.

Frau sein

Im Rahmen von „Timbuktu is back! Künstlerische Positionen aus dem afrikanischen Sahel“ zeigt Fatoumata Bagayoko, wie Kunst und Widerstand sich gegenseitig stärken können.

Die Fluchtexperten

„Tropical Escape“ zeigt Csaba Molnár und Márcio K. Canabarro, wie sie Utopie und der Kraft der Albernheit auf den Grund gehen.

Foto/Synthese

Zé de Paivas „CYCLOPS“ räumt der Kamera die Hauptrolle ein, doch ist diese einäugige Maschine ein Monster oder ein Gott?

Land in Sicht?

Gabi dan Droste und Martin Nachbar, die in Zukunft rund um das FELD am Winterfeldtplatz frisches Theater für junges Publikum zeigen, lassen eine altersgemischte Gruppe von Menschen auf einer einsamen Insel namens Theater stranden. „Zusammen Bauen“ – Ein Jetztzeit-Märchen mit ökologisch-ethischem Weitblick läuft vorerst an den Sophiensaelen.

Mehr Monster-Mitgefühl!

Colette Sadler versammelt in „We Are The Monsters“ eine Familie von eigenartigen Wesen, die kindliche und erwachsene Sympathie wecken.

Zeitreise ins Nirgendwo und Nirgendwann

Sphärische Erinnerungen an Rituale einer unbestimmten Zeit. Jefta van Dinther kreiert mit „The Quiet“ einen tiefen, bedrückenden Unwirklichkeitsraum im HAU 2, der die Gesetze von Zeit und Raum neu formuliert.

Technoide Körperästhetiken

Ein schwarz-weißes Bilderrauschen in ungebrochener Schönheit des Tanztheaters des 20. Jahrhunderts. Sasha Waltz inszeniert ihr neues Stück „rauschen“ an der Volksbühne Berlin und beschäftigt sich mit unserer digitalen Gegenwart in einem dystopischen Entwurf voller technoider Gedankenschnipsel.

Warum nicht mal etwas Queeres?

Sorour Darabi’s „Savušun“ and Teresa Vittucci’s „Hate Me, Tender“ eröffnen gemeinsam das Queer Darlings-Festival der Sophiensaele und präsentieren dem Publikum zeitgemäße Wahrheiten gespickt mit Offbeat-Humor.  

Shuffle, Repeat, Play

In der Mitte der aufsteigenden Tribünenstufen liegt die Bühne, offen und weiß. Am Boden große Holzplatten, flach wie verwahrloste Kinderfahrräder, die jeden Moment genommen und nach Belieben gefahren werden könnten. Eine Performerin, Alltagskleidung, dunkel, dreht einen Stuhl in seine aufrechte Position und setzt sich. Drei andere Performer*innen sind im Raum verstreut als wären sie per […]

Wohnzimmerpoesie

Die Company ALLEN’S LINE von und mit Julyen Hamilton bewegt sich mit ihrem neuen Stück „B U R S T !” in einer Orchestrierung von Poesie, Tanz, Text, Stimme und Bewegung. In ihrer Instant Composition-Improvisation im DOCK 11 teilen sie Momente zum Zeitpunkt des Entstehens zwischen sich selbst und mit dem Publikum.

Von singenden Sirenen und der Komplexität in der Einfachheit

Yasmeen Godder und die Studierenden des Masters Tanzwissenschaft zeigen mit „Simple Action – Shared Practices“ in der Akademie der Künste, woran sie im Rahmen der Valeska-Gert-Gastprofessur gemeinsam geforscht haben und welche Bedeutung die Praxis in einem Studiengang wie der Tanzwissenschaft hat.

Ohne Regeln

NAHDRAN bietet als lang angelegte Performance-Reihe Raum zum Experimentieren. Das Format featuret zahlreiche entstehende Arbeiten und ermutigt mit unverfälschter Offenheit junge Künstler, den Sprung zu wagen und ihre Ideen öffentlich zu zeigen.

Boten der Hoffnung(slosigkeit)

Den Bewegungen Sergiu Matis und seiner Tänzer*innen zuzuschauen, wirkt ein wenig wie von einem Doppeldeckerbus gerammt zu werden – mehrere Male in Folge, innerhalb von Sekunden. Körper stürzen zu Boden oder gleiten durch die Luft, erobern den Raum in vollem Flow oder richten scharf wie eine Rasierklinge die Konzentration auf einen einzigen Finger. Jede Geste […]

Mondlandung & Flugerdnüsse

Hermann Heisig, Nuno Lucas und die Compagnie BurnOut experimentieren beim „PURPLE-Festival – Internationales Tanzfestival für junges Publikum“ mit Körperwissen. Zu ernst nehmen sie sich dabei zum Glück nicht.

Auf Träumen reiten

Isabelle Schad entzückt und inspiriert mit „DER BAU –Gruppe/Kids“ auf dem diesjährigen PURPLE-Festival

Weich werden

Angela Alves macht uns mit „Soft Offer“ mehr als nur ein zartes Angebot. In ihrer ersten Soloarbeit thematisiert sie (unsichtbare) Andersartigkeiten intelligenter Körper im Rahmen der Tanztage 2019.

Ausladende Perücken und spacige Anzüge

Jeden Januar strömt das tanzinteressierte Berliner Publikum in den Sophiensælen zur Auftaktveranstaltung der Tanztage zusammen. Mit Fokus auf aufstrebende Chroegraph*innen, die in Berlin arbeiten, gibt das zehntägige Festival seit nunmehr 25 Jahren den Startschuss für das neue Tanzjahr.

Lasst uns persönlich werden

Anjal Chande / The Soham Dance Projekt präsentieren “This is how I feel today”, ein Werk das im indischen Tanz Bharatanatyam wurzelt und die individuelle Erfahrung im gesellschaftlichen Kontext untersucht.

Spieltheorie

Miriam Gurtners „Skinned“, das Eröffnungsstück der Tanztage Berlin 2019, lässt Improvisation in streng abgestecktem Rahmen stattfinden und schafft so ein widersprüchliches, herausforderndes Werk, das jede zusammenhängende Interpretation Lügen straft. Intuition und Kunstfertigkeit verbindend stellt es sich eine schwierige Aufgabe, aber die Großzügigkeit, von der es durchdrungen ist, hält uns bei der Stange.

Tanzschreiberinnen Rückblick 2018

von Sasha Amaya, Alex Hennig, Christine Matschke & Johanna WithelmDas Tanzschreiberinnen-Quartett hat sich zu einem gemeinsamen Rückblick getroffen. Neben dem Rückblick auf einzelne Tanzaufführungen kehren sie immer wieder zum Schreiben selbst zurück. Es folgen: Bekenntnisse, Strategien, Highlights und Ärgernisse der vier Schreiberinnen.  

Jagd nach neuen Bühnendimensionen

Mit „Bleach: Aurora Hunters“ schaffen das Theater Thikwa und das Choreografen-Duo matanicola eine traumbildhaft-überirdische und zugleich erdenschwere Annäherung zwischen Tanz und Bildender Kunst.

Gemäßigte Schönheit.

Das seit über 20 Jahren existierende Kollektiv laborgras ist eine feste Größe der Berliner Tanzszene. Im Radialsystem präsentieren sie „Silent Confrontation“ und kreieren einen scheinbar harmonischen Raum, der sich am gemäßigten Schönheitsideal der Renaissance orientiert.

Wagnis als Prinzip

Am Ballhaus Naunynstraße werden politische Notstände im Rahmen des Festivals „Permanente Beunruhigung“ zum Fundus künstlerischer Strategien verwertet. Eine Rückschau auf zwei von drei „Beunruhigungen“.

Was uns bewegt

Beim ersten Gastspiel, das im Rahmen des Projekts „explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum“ an der fabrik Potsdam gezeigt wird, juckt es einen nicht nur in den Fußspitzen: Antje Pfundtner (aka Antje Pfundtner in Gesellschaft) und ihr Team greifen in „Für mich“ Fragen auf, die Jugendliche beschäftigen. Eine altersunabhängige Reflektion über Übergangsphasen, die […]

Zu eigen gemacht

In „A Matter of One’s Own“ treten Roni Katz, Manon Parent und Lisa Densem mit eigenen (fremden?) choreografischen Geschichten an.

Wasser findet ihren Weg!

Mit „Water Will (in Melody)“ zeigt Ligia Lewis am HAU2 ein Vorweihnachtsmärchen der anderen Art. Ihr düster-groteskes Bewegungstheater führt das Publikum an einen dystopischen Zukunftsort, an welchem Frauen als freakige Artefakte einer längstvergangenen Zeit hausen. Das wollen wir nicht wirklich.

Kanonbildung in Steinbruchmanier

Gastbeitrag von Astrid Kaminski und Elena Philipp über Boris Charmatz’ „enfant“.

Die Seltsamkeit der Arten

Kat Válasturs neue Arbeit bringt Skulptur, Performance und Video zusammen, um unsere menschliche Existenz zu beleuchten.

[Angst] schachtelt ein

Mit „The Emergency Artist“ gibt Clément Layes der Bedeutungsoffenheit in Sprache und Handlung Raum. In Zeiten zunehmender politischer Abgrenzung lässt sich das als eine Form künstlerischen Protests verstehen.

Untote im Supermarkt

Cécile Bally schafft mit „The Price is Right“ eine humorvolle und scharf beobachtende Skizze auf ein Phänomen des modernen Konsumverhaltens.

Köpfe in den Wolken

Das neue Werk der Potsdamerin Laura Heinecke „A Millimeter in Light Years“ vereinigt große Fragen, Nebelmaschinen und Ensemble-Arbeit in der fabrik Potsdam.

Die Unruhe herausfordern

Mit „Your Devices“ eröffnete am Freitagabend das Festival „Permanente Beunruhigung“. Das Ballhaus Naunynstraße feiert so 10 Jahre postmigrantisches Theater, ästhetische und kulturelle Diversität und Mut zu Perspektiven jenseits des Mehrheitsdiskurses.

Hoffnung als Möglichkeitsraum

Tanzcompagnie Rubato feiertmit „blue-sky thinking“ in den Uferstudios Premiere und setzt damit auf eine indie Zukunft gerichtete, nahezu anti-dystopische Kraft: Hoffnung.

Arnd Wesemann zu “Kabuki Noir”, Gintersdorfer/Klaßen

Gastbeitrag von Arnd Wesemann, Redakteur der Zeitschrift “tanz”, im Rahmen der Tanz-Kampagne Watch Me Dance 2018 zu “Kabuki Noir” von Gintersdorfer/Klaßen im HAU Hebbel am Ufer.

Wenn Träume Risse bekommen

Morvarid K, Yuko Kaseki und Sherwood Chen präsentieren mit „Cassures Sublimées“ im Acker Stadt Palast ein transdisziplinäres Hybrid aus Butoh, Fotografie, Performance-Installation und zeitgenössischem Tanz.

In Rampenlichtern

Die Tanzfabrik-Reihe OPEN SPACES versammelt drei Duette, die sich in virtuos gestalteter Beleuchtung sehen lassen können.

Stylisch, abgespaced und abgeklärt

Julian Weber lädt in „SightSeeing“ zu einem Ausflug in virtuelle Nicht-Ort-Zeit-Welten.

The view is beautiful today.

Im Rahmen von Open Spaces #3-2018 in der Tanzfabrik zeigt Ivana Müller die Berlin-Premiere ihres Stücks CONVERSATIONS OUT OF PLACE und entwirft einen hyperrealen Raum in dem dieLinearität von Zeit aufgehoben zu sein scheint.

Und das Klavier bleibt unversehrt!

In seiner neusten Produktion „Klavierstück“ zerlegt Felix Mathias Ott auf virtuose Weiseüberhöhte Erwartungen an Kunst. Ein genial verschmitzter und schweißtreibender40-Minüter im Rahmen der diesjährig dritten Ausgabe der Reihe „Open Spaces“ ander Tanzfabrik.

So So Happy. Oder: alles eine Frage der Übung

In “Happyology – Tears of Joy” trainiert Dragana Bulut die Zuschauer*innen (ungefragt) in Posen der Selbstoptimierung.

Das sichtbar gemachte Leben des Jean-Michel Basquiat

Mit dem Stück “Heroes – Mythos Basquiat, just for one day” schaffen das RambaZamba Theater und die Choreographen Sara Lu und Rubén Nsue ein buntes Bild vom Leben des Malers, das einen in Trance versetzt.