Artikelübersicht

Choreografische Himmelsachsen

Im Rahmen der Offensive Tanz für junges Publikum Berlin und als Produktion des Theaters o.N. wurde am 16. September 2021 in der Tanzhalle Wiesenburg das neue Tanzstück „Harvest“ von Isabelle Schad uraufgeführt. In einer fantasiereichen Inszenierung spielen die Choreografin, drei Tänzer*innen und ein Musiker mit wechselnden Landschaften, die sich aus der Interaktion mit Stöcken und […]

Übermenschliche Humans

Als eine Art Company in Residenz ist die australische Truppe Circa Contemporary Circus für vier Monate am Chamäleon Theater in Berlin-Mitte zu Gast. Das Stück „Humans“ von Yaron Lifschitz, mit dem Ensemble kreiert, seit Anfang September und noch bis zum 30. Oktober 2021 zu sehen, bildet den eindrucksvollen Auftakt zu einem vielseitigen Repertoire des zeitgenössischen […]

Alle guten Dinge sind frei

Zur Eröffnung des internationalen Lab „Working together – working apart“, das die Praxis performativer Formate nach den Lockdowns neu erprobt, wurde im FELD Theater für junges Publikum am 30. August 2021 ein Screening der philosophischen Tanzperformance „DINGE DINGEN“ gezeigt. In ihrer filmischen Adaption entspinnen Jan Rozman und Julia Keren Turbahn sieben Wahrnehmungs-Universen der besonderen Art. Am […]

Kraftvoll, akrobatisch, männlich?

In „Pink Unicorns“ der spanischen Company La Macana treffen Vater und Sohn in einem bunten Mix aus Tanz und Akrobatik aufeinander. Im Rahmen von PURPLE – 5. Internationales Tanzfestival für junges Publikum ist das Stück noch bis diesen Sonntag, 29. August 2021 im HAU1 zu sehen.

Tanz im August 2021 Talkabout #2

Für den zweiten Teil ihres Tanz im August „talkabouts“ besuchten Eli Frasson und Evgeny Borisenko die Weltpremiere von Thiago Granatos „The Sound They Make When No One Listens“ am 19. August 2021 in den Sophiensælen. Im Anschluss an die Vorstellung saßen sie gemeinsam im gemauerten Innenhof der Sophiensæle und diskutierten über die Performance, welche die […]

Tanzkörper zwischen Geisterbeschwörung und Live-Stream

Im Rahmen der 33. Ausgabe des Festivals Tanz im August wurde vom 12. bis 15. August 2021 die Performance „Postcolonial Spirits“ von Choy Ka Fai im HAU1 uraufgeführt. Das Projekt ermöglicht einen multimedialen, dokumentarischen Einblick in den indonesischen Tanz Dolalak, dessen Heimat die Insel Java ist. Zusätzlich zur Performance wird vom 6. bis 22. August […]

Choreografische Konstellationen der Endzeit

Das Projekt „Aeon II“ von Sandra Man und Moritz Majce wurde vom 5. bis 12. August 2021 in Form einer Live-Installation aufgeführt. Auf einer Brache in der Landsberger Allee im Osten Berlins (neben dem Möbelgeschäft Höffner) inszeniert das Künstlerduo ein poetisch-choreografisches Ereignis, welches intensive Körper- und Raumwahrnehmung zum Ausdruck bringt.

Sich seiner selbst im Supermarkt vergewissern

Im Rahmen des Festivals Tanz im August präsentierte Constanza Macras am 13. und 14. August 2021 in den Gärten der Welt in Berlin-Marzahn „Stages of Crisis“. Nachdem die Arbeit im Mai 2021 bereits als Livestream auf dem Online-Kanal HAU4 gezeigt wurde, konnte das neue Stück ihrer Company DorkyPark nun eine Bühnenpremiere vor Publikum feiern.

Who let the dogs out?

Barbara Berti lässt uns mit „DOGOD. The Situation“ zum Abschluss des fünfwöchigen SUBMERGE Festivals 2021 in den Lake Studios Berlin an ihrer performativen Arbeit mit Hunden teilhaben und wir sind ganz Ohr.

Beseelte Zwischenräume

In „Körper und Seele, oder: Draußen bei den Innereien“ verhandelt Käthe Kopf ihre Perspektiven als Choreografin, Autorin und Ärztin. Das Online-Glossar zeigt auf der eigens entstandenen Webseite in kurzen filmischen Sequenzen eine poetische und kluge Annäherung an die Dimensionen der Seele.

Performing Memory

Wie kann man ein Archiv performen? Wie kann ein Rechercheprozess auf der Bühne dargestellt werden, ohne dass das Ergebnis langweilig und didaktisch wirkt? Wie kann ein Tanz über eine Arbeit entwickelt werden, die vor mehr als 40 Jahren uraufgeführt wurde? In „Try Leather“ erforschen Britta Wirthmüller, William Locke Wheeler und Justine A. Chambers die politischen […]

Der Humor des Scheiterns

Im Rahmen der Potsdamer Tanztage 2021 wurde am 24. Juni das akrobatische Solo “La Fuite” im Brandenburgischen Landemuseum für moderne Kunst in Cottbus open air aufgeführt. Das Stück der Pariser Künstler Olivier Meyrou und Matias Pilet erfindet den Charme vom Slapstick-Komik der Stummfilme für die Zirkusbühne neu – bis zum 27. Juni in Potsdam zu erleben.

Der Weg nach draußen

Mit „Pieces and Elements“ (Fragment #1) und der Vorpremiere von „FUR“ präsentiert Isabelle Schad vom 17.-19. Juni 2021 einen Doppelabend unter freiem Himmel im Charlottenburger Globe Theater. Als eine der ersten Liveperformances ist die Double Bill für die Künstler*innen und Zuschauenden ein kleines Highlight.

Körper, die aus der Geschichte gefallen sind

Das Tanzstück „Still Not Still” von Ligia Lewis, das im April 2021 für das HAU1 geplant war, wurde am 11. Juni vorerst als Film (in Kollaboration mit dem Filmregisseur Moritz Freudenberg) präsentiert und auf Vimeo veröffentlicht. Im Fokus der Arbeit stehen affektive Körperinszenierungen, die mit viel Humor die Ausschlussmechanismen kolonialer und neoliberaler Strukturen zum Ausdruck […]

Mysteriöses Tanzobjekt vor der Zionskirche

Im Rahmen des soundance festival berlin wurde am 11. Juni 2021 das Tanzprojekt „ZWINK“ von Katrin Schafitel vor der Zionskirche im Prenzlauer Berg uraufgeführt. Strukturiert als improvisierte Begegnung zwischen Tanz und Musik (Katrin Vogel), ereignet sich die Choreografie in Form eines interaktiven Spaziergangs, der das Publikum in Bewegung setzt und den öffentlichen Raum aktiviert.   

Kollektive Klangkörper

In Kooperation mit FFT Düsseldorf und den Sophiensælen Berlin fand am 25. Mai 2021 die erste Ausgabe von Siegmar Zacharias „Waves – Listening Sessions Towards Social Bodies“ statt. Die auditive Installation wurde in Form einer Audio-Datei per Zoom an das Publikum vermittelt und das Hörerlebnis wurde im Anschluss gemeinsam mit der Künstlerin diskutiert. 

Ab auf die Hantelbank

In „Being Pink Ain’t Easy” arrangiert Joana Tischkau genüsslich Gesten und Habitus einer dem US-Rap entnommenen, überzeichneten Maskulinität. Im Rahmen des diesjährigen Performing Arts Festival Berlin – und noch bis zum 3. Juni 2021 online zu sehen – zeigen die Sophiensæle das gelungene filmische Produkt der einstigen Liveperformance, die über das Zitieren Schwarzer Kultur und mittels […]

Fortwährende Bewegungsmaschine

Jasmin İhraçs jüngste Arbeit „liú“ feierte am 15. März 2021 Premiere und wurde vom 26. bis 29. Mai im Rahmen des Performing Arts Festival Berlin 2021 auf der digitalen Plattform HAU4 gezeigt. In ihrer feinfühligen Erkundung von Zyklen und Rhythmen der Natur und des menschlichen Lebens vermeidet İhraç anmaßende Behauptungen und Erklärungen und lässt das Publikum mit […]

Spurensicherung als Reanimation des Zusammenseins

Unter dem Titel „Disruptive Constellations – Practices of Reinterpretation“ fand am 18. Mai 2021 der Auftakt zur Valeska-Gert-Gastprofessur von Anne Collod am Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin statt. Das Eröffnungspanel mit Gabriele Brandstetter, Virve Sutinen und Nele Hertling wurde auf der Webseite der Akademie der Künste veröffentlicht und ist weiterhin online abrufbar. Im Rahmen […]

Vertrauen in den Prozess

Das A.PART-Festival schafft Begegnungen zwischen Berliner Tanz-Studierenden und Alumni. Unter dem diesjährigen Festivalmotto PATCH//WORK haben sich zwölf eingeladene Künstler*innen in Tandems durch einen kreativen Prozess bewegt und gegenseitig begleitet. Für uns als Publikum formt sich das Festival des ada Studios vor allem auf einem Online Blog.

Sichtbarkeit und Solidarität

Als Online-Veranstaltung des Berliner Ringtheaters gab das Asian Performing Artists Lab (APAL) am 9. Mai 2021 Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte von Künstler*innen mit asiatischem Hintergrund. Organisiert und gemeinsam kuratiert wurde die zweite Ausgabe des APAL mit dem Titel „AmnAsia: Amnesia of Asia“ von Ming Poon und Frederika Tsai.

An alle (Open Air) Parties von Morgen

„The Dying Swans Project“, konzipiert von Eric Gauthier und produziert von Gauthier Dance / Dance Company Theaterhaus Stuttgart, ist ein Screendance-Projekt mit internationalen Choreograf*innen, welches während des zweiten Pandemiewinters entstand. Die in Berlin lebende Choreografin Constanza Macras zeigt in ihrer Videoarbeit „all tomorrow’s parties“ eine faszinierende Perspektive auf einen Post-Party-Zustand als Erwachen aus der Covid-19-Zeit. […]

Wir werden nicht Teil dieses Verbrechens sein

In der Arbeit „Die Chöre des Spekulativen“, die vom 23. bis 25. April 2021 als Livestream präsentiert wurde, widmet sich der Theaterregisseur Sebastian Blasius der Gestalt und Funktion des antiken Chores, den Etappen seiner Auflösung und Möglichkeiten seiner Reinszenierung. Die Szene im Heizhaus der Uferstudios (Berlin) transformiert den leeren Raum in ein reflexiv-atmosphärisches Spiel, das […]

Das Nachleben des Tanzes

Am 23. April wurde im Georg Kolbe Museum in Berlin-Westend mit einer Preview für Fachpublikum und Journalist*innen die Ausstellung „Der absolute Tanz. Tänzerinnen der Weimarer Republik“ (April bis August 2021) ins Leben gerufen. Kuratiert von Dr. Julia Wallner und Brygida Ochaim, korrespondiert die Ausstellung mit der szenografischen Gestaltung und der Arbeit „Blaue und Gelbe Schatten“ […]

Alleinsein, eine Collage

Die Corona-Pandemie verschaffte einigen Menschen mehr Zeit, um allein zu sein. Manchmal kann das bedeuten, ohne äußere Ablenkungen Zeit mit sich selbst zu verbringen. Inky Lee, die allein lebt, gehört zu diesen Menschen. Eines Abends, sitzt sie ruhig in diesem Zustand und beobachtet, wie sich ihr Inneres bewegt.

Kris Pourzal in Costume ©Inky Lee

Ein Puzzle in Bewegung

Wenn die Corona-Pandemie die Bewegungsfreiheit einschränkt, reist Inky Lee in ihrem Zimmer.

Wie wär´s mit einem Time-Warp-Dance?

Mitten in der zweiten Welle und kurz vor Jahresende und dem Ende meiner Zeit beim tanzschreiber möchte ich ein paar Gedanken zum Thema Tanz/Darstellende Künste in Zeiten der erzwungenen Digitalisierung festhalten. Je länger wir im Lockdown zuhause sitzen, desto gravierender werden die Folgen sein. Positiv war, dass uns allen die Augen geöffnet wurden, dass es möglich ist, […]

The costs of writing. „Wozu Kritik?“ – Digitale Debatte, Panel III

Neue Organisations- und Finanzierungsformen und deren Auswirkungen auf Texte diskutieren Lynn Berger, Erica N. Cardwell, Lukas Harlan, Alina Kolar und Sanjoy Roy.

Die Parallelwelt in mir …

Verfasst von Akiles.* In Berlin seinen Platz zu finden, ist nicht einfach. Doch viele Hindernisse verschwinden, wenn man von den richtigen Institutionen unterstützt wird. So war es auch bei mir, nur musste ich zunächst andere Hürden überwinden: politische Probleme, Bürokratie und eine Krankheit.

Wie wir miteinander umgehen. „Wozu Kritik?“, Panel II

Tod der Kritik, Kritik der Kritik und Postkritik. Die zweite Folge der „Wozu Kritik?“-Debatte ist ab heute online. Mit Chris Standfest, Nikita Dhawan und Dorian Astor.

„Wozu Kritik?“ – Digitale Debatte, Panel I

In drei digitalen Panels diskutieren Kulturjournalist*innen, Dramaturg*innen, Philosoph*innen und Medienmacher*innen den Stand der Kritik und den Kulturjournalismus der Zukunft. Hier geht es zur ersten Folge: Bauchschmerzen und Schreiblust: Was wird aus der Rezension? mit Christiane Lutz, Esther Boldt, Pablo Larios und Janis El-Bira

Spuren lesen – Peter Pleyer im Interview

Nicht nur als Tänzer und Choreograf, sondern auch als Dramaturg, Dozent und Leiter der Tanztage in den Sophiensælen (2007-2014) ist Peter Pleyer seit 20 Jahren beobachtender Teilnehmer der Tanzszene in Berlin. Hier erzählt er von seiner eigenen Vergangenheit, der Gegenwart mit COVID-19 und der nahen Zukunft einer sinnvolleren und effektiveren Vernetzung des ebenso vielfältigen wie prekären zeitgenössischen […]

Den unnachgiebigen Blick kommandieren

Goitseone Montsho* untersucht, wie Schwarze Femmes in der Berliner Performance-Szene durch Mode dem weißen, cis, männlichen Blick standhalten, ihn beschwichtigen und ihn halten.

Die Gespenster von Mark Fisher

Das neue Stück der Company Christoph Winkler “It’s All Forgotten Now” widmet sich dem Gedankenerbe des verstorbenen britischen Poptheoretikers Mark Fisher. Pandemiebedingt wurde das Stück – von Winkler als performatives Mixtape bezeichnet – nicht vor Publikum aufgeführt, sondern in den Sophiensælen als Film aufgezeichnet, der noch bis zum 29. November 2020 online zu sehen ist.

Aufmerken, bemerken

Die interdisziplinäre Veranstaltungsreihe Montag Modus lädt – zum ersten Mal online – dazu ein, die Wahrnehmung für unsere Innen- und Außenwelt zu schärfen. Zwei der über mehrere Tage verteilten vier Veranstaltungen – die Arbeiten von Siegmar Zacharias sowie von Christina Ciupke und Darko Dragičević – werden hier beschrieben.

In der Stille bewegt sich etwas weiter: über die Bedeutung von Residenzprogrammen im Tanz

Ob wir es erwartet haben oder nicht, ob wir das Geschehen und die Gefühle der ersten Welle verarbeitet haben oder nicht, der zweite (Teil-)Lockdown hat uns in eine ähnliche Situation wie im März zurückversetzt, als wir – Annette, Jette und ich – gerade begonnen hatten, für das tanzschreiber-Portal über das Berliner Tanzgeschehen zu berichten. Es sind […]

Verschleierte Bewegungen

Rhea Ramjohn* reflektiert über die metaphorischen und materiellen Masken, die unsere alltäglichen Bewegungen und Interaktionen prägen. Die „Performance“, im Rahmen der Covid-19-Pandemie füreinander Platz zu schaffen und einander Raum zu geben, betont Distanzierung und hat dabei offengelegt, was viele marginalisierte Menschen seit Langem als Pandemie des Otherings kennen.

Ozeanisches Rauschen

Als Teaser zu der aufs nächste Jahr verschobenen Performance „LOTUS. the child was stung“ zeigt Josefine Mühle am 14./15. November 2020 auf der Website des ada Studio eine Videoarbeit, in der sie Aspekte der Pränatalpsychologie mit unseren Phantasien zu einer dichten Traumlandschaft verwebt.

Sie sind nicht eingeladen

Kate Brehme* von Berlinklusion reflektiert über You Are Not Invited, eine Protestaktion der Gruppe im Haus der Statistik im Jahr 2019. Mit dieser „Nicht-Ausstellung“ – eine Ausstellung, zu der niemand eingeladen wurde – untersuchte Berlinklusion das Verhältnis zwischen Gentrifizierung, der temporären Nutzung von Räumen, die nicht vornehmlich Kunsträume sind, für kulturelle Zwecke und den neoliberalen […]

Sajan Mani – Tyger von otherspur

Rezension verfasst von Nine Yamamoto-Masson.* Die Performance fand im Rahmen des Festivals Radical Mutation: On the Ruins of Rising Suns statt, kuratiert von Nathalie Anguezomo Mba Bikoro, Saskia Köbschall, Tmnit Zere, in Zusammenarbeit mit Wearebornfree! Empowerment Radio, 23.9.–4.10.2020, HAU1+2+4.

Eilmeldung aus der Zukunft.

Dragana Bulut entwirft mit „Future Fortune“ eine interaktive Show, die ungeahnt hellseherische Kräfte bereithält.

Nicht schreiben

Nach einer Veranstaltung über Tanz und Schreiben denkt Inky Lee über ihre persönliche Beziehung zu Tanz und Schreiben nach. Auch nach mehreren vehementen Versuchen gelingt es ihr nicht, sich wirklich zu artikulieren.

Für immer und ewig markiert

Die Bewegungs- und Klanginstallation “Forever More” von João Cidade und Ferdinand Breil, aufgeführt im Acker Stadt Palast, hinterlässt neben unsichtbaren sinnlichen und emotionalen Spuren auch räumliche Spuren und beschäftigt sich mit den Fragen der Vergänglichkeit und Ewigkeit auf der Bühne.

Emotionale Teilhabe

Emmilou Rößlings „The Fraternity“, das im Rahmen von OPEN SPACES – How to get in Touch with… vom 22. bis 24. Oktober 2020 in der Tanzfabrik Berlin gezeigt wird, wirkt auf den ersten Blick wie eine Recherche zum Thema weibliches Zusammensein. Subtiler steht zudem etwas im Vordergrund, das Gespürtes und Filzstoff verbindet.

Wir müssen lernen, die Verleugnung zu reparieren: Inverse Landschaften, Aktionen auf den Straßen, gestohlene Leben

Rezension verfasst von Pêdra Costa.* Am 11. September 2020 besuchte ich „Inverted Landscapes“, eine Performance unter der Regie von André e. Teodósio (Teatro Praga) aus Lissabon, mit den Performer*innen Ana Tang, Aurora Pinho und Paulo Pascoal. Die Performance wurde im Kunstraum Botschaft / Instituto Camões Berlim präsentiert. Sie begann im Innenraum mit einer Ausstellung von […]

Im Wesentlichen fließend

Im Rahmen von OPEN SPACES der Tanzfabrik Berlin zeigt die in Berlin lebende, kanadische Choreografin Shannon Cooney mit „Fluid Resilience“ einen Zugang zum Festivalmotto: How to get in Touch with…

Brutal und klinisch

Wie kann man Gesten und Bewegungen einer bestimmten Art historisch untersuchen? Die Flüchtigkeit des Körpers in Bewegung hinterlässt nur Spuren. Im Fall eines Fabrikarbeiters sind sie in den von ihm produzierten Objekten zu finden. “An Historical Tracing and Reproduction of the Motion between the Human Body and Industrial Artifacts” von I Jung Lim, noch bis […]

Inspiration durch Begrenzungen

Als eine der wenigen deutschen Kompanien mit einem eigenen, festen Sitz und fest angestellten Tänzer*innen hat die cie. toula limnaios eine besondere Stelle in der Tanzlandschaft. Vor den Konsequenzen der Pandemie ist auch sie nicht geschont, lässt sich aber davon ganz neue Wege zeigen. Ihre aktuelle Produktion “tell me a better story”, eine Reihe von Solo- und Duostücken an zwei Abenden, macht […]

Geteilte Verletzlichkeit

Als Auftakt des Festivals Risk and Resilience erzählt Olympia Bukkakis mit „A Touch of the Other“ in den Sophiensælen eine sehr persönliche Krisengeschichte, in der sie ihre eigene Geschichte als Drag-Performerin mit der ihrer weiblichen Verwandten verbindet.

Twinkle, ein hormoneller Tanz

Inky Lees Überlegungen zu Hormonen, Verlangen und Liebe im Kontext des Sound- und Bewegungsevents Twinkle, und ihre Beobachtungen zum hormonellen Chaos ihrer Katze.

Zwischen Fiktion und Tod, ein Grand Jeté

Mit „Sunrise Sunset“ entwirft Przemek Kamiński zusammen mit Martin Hansen im HAU2 eine leuchtend-spekulative Collage aus biografischen Schnipseln des Judson-Church-Tänzers und Andy-Warhol-Schauspielers Fred Herko.

Frischer Wind für den Nachwuchs

Das Tanztreffen der Jugend profitierte bei seiner diesjährigen, internen Ausgabe von der coronabedingten Ausnahmesituation: Erstmals wurden Solist*innen und Duos eingeladen, um selbsterarbeitete Stücke zu zeigen. Darunter auch die drei Berliner Nachwuchstalente Clara Helene Gerhardt, Adama Bance und Klara Liebig (Duo Klaraadma).

Kleine Morde à la carte

Am FELD Theater für junges Publikum werden Erdbeeren zu Protagonist*innen eines Kirschkrimis. „Death is certain“, so der Titel der Performance, führt Eva Meyer-Keller nunmehr seit 18 Jahren national wie international auf. Für die Neuinszenierung am Winterfeldtplatz hat die Choreografin ihr herrlich schwarzhumoriges Handwerk an ihre Tochter Kajsa Repotente weitergegeben.

Meine Überlebenstaktik: Fantasieren

Inky Lee schreibt über ihre persönlichen Erfahrungen während der Proben und Aufführungen eines nicht namentlich genannten Stückes. Das Stück wurde in Berlin uraufgeführt und bestand aus drei Teilen, die an drei verschiedenen Orten stattfanden.

Die Vermessung der Aufführung

Gintersdorfer/Klaßen kommen einander und dem Publikum mit „Our Love Goes to the Absent Performers“ unter freiem Himmel so nahe wie die Abstandsgebote es zulassen.

Post-uterine Bewegungsstörung

Im Rahmen von ada goes garage gibt die Tänzerin Johanna Lemke einen Einblick in ihre Recherchearbeit und inszeniert dort mit dem Musiker Jacob Stoy und ihrem anwesenden Säugling das ebenso marginalisierte wie aufgeladene Thema Mutterschaft.

Die sieben Todsünden: Abschlussperformance Der ETAGE

Nach einem Schuljahr, das von der Online-Lehre charakterisiert war, und der anschließenden langsamen und vorsichtigen Rückkehr zu neuen Live-Unterrichtsformaten, fühlt es sich wie ein Luxus an, etwas auf der Bühne zu präsentieren. Die Abteilung Zeitgenössischer Tanz der ETAGE zeigt ihre Abschlussperformance „SIEBEN“ vom 10.-20. September 2020 im Theaterforum Kreuzberg.