Artikelübersicht

Kollektive Klangkörper

In Kooperation mit FFT Düsseldorf und den Sophiensælen Berlin fand am 25. Mai 2021 die erste Ausgabe von Siegmar Zacharias „Waves – Listening Sessions Towards Social Bodies“ statt. Die auditive Installation wurde in Form einer Audio-Datei per Zoom an das Publikum vermittelt und das Hörerlebnis wurde im Anschluss gemeinsam mit der Künstlerin diskutiert. 

Ab auf die Hantelbank

In „Being Pink Ain’t Easy” arrangiert Joana Tischkau genüsslich Gesten und Habitus einer dem US-Rap entnommenen, überzeichneten Maskulinität. Im Rahmen des diesjährigen Performing Arts Festival Berlin – und noch bis zum 3. Juni 2021 online zu sehen – zeigen die Sophiensæle das gelungene filmische Produkt der einstigen Liveperformance, die über das Zitieren Schwarzer Kultur und mittels […]

Fortwährende Bewegungsmaschine

Jasmin İhraçs jüngste Arbeit „liú“ feierte am 15. März 2021 Premiere und wurde vom 26. bis 29. Mai im Rahmen des Performing Arts Festival Berlin 2021 auf der digitalen Plattform HAU4 gezeigt. In ihrer feinfühligen Erkundung von Zyklen und Rhythmen der Natur und des menschlichen Lebens vermeidet İhraç anmaßende Behauptungen und Erklärungen und lässt das Publikum mit […]

Spurensicherung als Reanimation des Zusammenseins

Unter dem Titel „Disruptive Constellations – Practices of Reinterpretation“ fand am 18. Mai 2021 der Auftakt zur Valeska-Gert-Gastprofessur von Anne Collod am Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin statt. Das Eröffnungspanel mit Gabriele Brandstetter, Virve Sutinen und Nele Hertling wurde auf der Webseite der Akademie der Künste veröffentlicht und ist weiterhin online abrufbar. Im Rahmen […]

Vertrauen in den Prozess

Das A.PART-Festival schafft Begegnungen zwischen Berliner Tanz-Studierenden und Alumni. Unter dem diesjährigen Festivalmotto PATCH//WORK haben sich zwölf eingeladene Künstler*innen in Tandems durch einen kreativen Prozess bewegt und gegenseitig begleitet. Für uns als Publikum formt sich das Festival des ada Studios vor allem auf einem Online Blog.

Sichtbarkeit und Solidarität

Als Online-Veranstaltung des Berliner Ringtheaters gab das Asian Performing Artists Lab (APAL) am 9. Mai 2021 Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte von Künstler*innen mit asiatischem Hintergrund. Organisiert und gemeinsam kuratiert wurde die zweite Ausgabe des APAL mit dem Titel „AmnAsia: Amnesia of Asia“ von Ming Poon und Frederika Tsai.

An alle (Open Air) Parties von Morgen

„The Dying Swans Project“, konzipiert von Eric Gauthier und produziert von Gauthier Dance / Dance Company Theaterhaus Stuttgart, ist ein Screendance-Projekt mit internationalen Choreograf*innen, welches während des zweiten Pandemiewinters entstand. Die in Berlin lebende Choreografin Constanza Macras zeigt in ihrer Videoarbeit „all tomorrow’s parties“ eine faszinierende Perspektive auf einen Post-Party-Zustand als Erwachen aus der Covid-19-Zeit. […]

Wir werden nicht Teil dieses Verbrechens sein

In der Arbeit „Die Chöre des Spekulativen“, die vom 23. bis 25. April 2021 als Livestream präsentiert wurde, widmet sich der Theaterregisseur Sebastian Blasius der Gestalt und Funktion des antiken Chores, den Etappen seiner Auflösung und Möglichkeiten seiner Reinszenierung. Die Szene im Heizhaus der Uferstudios (Berlin) transformiert den leeren Raum in ein reflexiv-atmosphärisches Spiel, das […]

Das Nachleben des Tanzes

Am 23. April wurde im Georg Kolbe Museum in Berlin-Westend mit einer Preview für Fachpublikum und Journalist*innen die Ausstellung „Der absolute Tanz. Tänzerinnen der Weimarer Republik“ (April bis August 2021) ins Leben gerufen. Kuratiert von Dr. Julia Wallner und Brygida Ochaim, korrespondiert die Ausstellung mit der szenografischen Gestaltung und der Arbeit „Blaue und Gelbe Schatten“ […]

Alleinsein, eine Collage

Die Corona-Pandemie verschaffte einigen Menschen mehr Zeit, um allein zu sein. Manchmal kann das bedeuten, ohne äußere Ablenkungen Zeit mit sich selbst zu verbringen. Inky Lee, die allein lebt, gehört zu diesen Menschen. Eines Abends, sitzt sie ruhig in diesem Zustand und beobachtet, wie sich ihr Inneres bewegt.

Kris Pourzal in Costume ©Inky Lee

Ein Puzzle in Bewegung

Wenn die Corona-Pandemie die Bewegungsfreiheit einschränkt, reist Inky Lee in ihrem Zimmer.

Wie wär´s mit einem Time-Warp-Dance?

Mitten in der zweiten Welle und kurz vor Jahresende und dem Ende meiner Zeit beim tanzschreiber möchte ich ein paar Gedanken zum Thema Tanz/Darstellende Künste in Zeiten der erzwungenen Digitalisierung festhalten. Je länger wir im Lockdown zuhause sitzen, desto gravierender werden die Folgen sein. Positiv war, dass uns allen die Augen geöffnet wurden, dass es möglich ist, […]

The costs of writing. „Wozu Kritik?“ – Digitale Debatte, Panel III

Neue Organisations- und Finanzierungsformen und deren Auswirkungen auf Texte diskutieren Lynn Berger, Erica N. Cardwell, Lukas Harlan, Alina Kolar und Sanjoy Roy.

Die Parallelwelt in mir …

Verfasst von Akiles.* In Berlin seinen Platz zu finden, ist nicht einfach. Doch viele Hindernisse verschwinden, wenn man von den richtigen Institutionen unterstützt wird. So war es auch bei mir, nur musste ich zunächst andere Hürden überwinden: politische Probleme, Bürokratie und eine Krankheit.

Wie wir miteinander umgehen. „Wozu Kritik?“, Panel II

Tod der Kritik, Kritik der Kritik und Postkritik. Die zweite Folge der „Wozu Kritik?“-Debatte ist ab heute online. Mit Chris Standfest, Nikita Dhawan und Dorian Astor.

„Wozu Kritik?“ – Digitale Debatte, Panel I

In drei digitalen Panels diskutieren Kulturjournalist*innen, Dramaturg*innen, Philosoph*innen und Medienmacher*innen den Stand der Kritik und den Kulturjournalismus der Zukunft. Hier geht es zur ersten Folge: Bauchschmerzen und Schreiblust: Was wird aus der Rezension? mit Christiane Lutz, Esther Boldt, Pablo Larios und Janis El-Bira

Spuren lesen – Peter Pleyer im Interview

Nicht nur als Tänzer und Choreograf, sondern auch als Dramaturg, Dozent und Leiter der Tanztage in den Sophiensælen (2007-2014) ist Peter Pleyer seit 20 Jahren beobachtender Teilnehmer der Tanzszene in Berlin. Hier erzählt er von seiner eigenen Vergangenheit, der Gegenwart mit COVID-19 und der nahen Zukunft einer sinnvolleren und effektiveren Vernetzung des ebenso vielfältigen wie prekären zeitgenössischen […]

Den unnachgiebigen Blick kommandieren

Goitseone Montsho* untersucht, wie Schwarze Femmes in der Berliner Performance-Szene durch Mode dem weißen, cis, männlichen Blick standhalten, ihn beschwichtigen und ihn halten.

Die Gespenster von Mark Fisher

Das neue Stück der Company Christoph Winkler “It’s All Forgotten Now” widmet sich dem Gedankenerbe des verstorbenen britischen Poptheoretikers Mark Fisher. Pandemiebedingt wurde das Stück – von Winkler als performatives Mixtape bezeichnet – nicht vor Publikum aufgeführt, sondern in den Sophiensælen als Film aufgezeichnet, der noch bis zum 29. November 2020 online zu sehen ist.

Aufmerken, bemerken

Die interdisziplinäre Veranstaltungsreihe Montag Modus lädt – zum ersten Mal online – dazu ein, die Wahrnehmung für unsere Innen- und Außenwelt zu schärfen. Zwei der über mehrere Tage verteilten vier Veranstaltungen – die Arbeiten von Siegmar Zacharias sowie von Christina Ciupke und Darko Dragičević – werden hier beschrieben.

In der Stille bewegt sich etwas weiter: über die Bedeutung von Residenzprogrammen im Tanz

Ob wir es erwartet haben oder nicht, ob wir das Geschehen und die Gefühle der ersten Welle verarbeitet haben oder nicht, der zweite (Teil-)Lockdown hat uns in eine ähnliche Situation wie im März zurückversetzt, als wir – Annette, Jette und ich – gerade begonnen hatten, für das tanzschreiber-Portal über das Berliner Tanzgeschehen zu berichten. Es sind […]

Verschleierte Bewegungen

Rhea Ramjohn* reflektiert über die metaphorischen und materiellen Masken, die unsere alltäglichen Bewegungen und Interaktionen prägen. Die „Performance“, im Rahmen der Covid-19-Pandemie füreinander Platz zu schaffen und einander Raum zu geben, betont Distanzierung und hat dabei offengelegt, was viele marginalisierte Menschen seit Langem als Pandemie des Otherings kennen.

Ozeanisches Rauschen

Als Teaser zu der aufs nächste Jahr verschobenen Performance „LOTUS. the child was stung“ zeigt Josefine Mühle am 14./15. November 2020 auf der Website des ada Studio eine Videoarbeit, in der sie Aspekte der Pränatalpsychologie mit unseren Phantasien zu einer dichten Traumlandschaft verwebt.

Sie sind nicht eingeladen

Kate Brehme* von Berlinklusion reflektiert über You Are Not Invited, eine Protestaktion der Gruppe im Haus der Statistik im Jahr 2019. Mit dieser „Nicht-Ausstellung“ – eine Ausstellung, zu der niemand eingeladen wurde – untersuchte Berlinklusion das Verhältnis zwischen Gentrifizierung, der temporären Nutzung von Räumen, die nicht vornehmlich Kunsträume sind, für kulturelle Zwecke und den neoliberalen […]

Sajan Mani – Tyger von otherspur

Rezension verfasst von Nine Yamamoto-Masson.* Die Performance fand im Rahmen des Festivals Radical Mutation: On the Ruins of Rising Suns statt, kuratiert von Nathalie Anguezomo Mba Bikoro, Saskia Köbschall, Tmnit Zere, in Zusammenarbeit mit Wearebornfree! Empowerment Radio, 23.9.–4.10.2020, HAU1+2+4.

Eilmeldung aus der Zukunft.

Dragana Bulut entwirft mit „Future Fortune“ eine interaktive Show, die ungeahnt hellseherische Kräfte bereithält.

Nicht schreiben

Nach einer Veranstaltung über Tanz und Schreiben denkt Inky Lee über ihre persönliche Beziehung zu Tanz und Schreiben nach. Auch nach mehreren vehementen Versuchen gelingt es ihr nicht, sich wirklich zu artikulieren.

Für immer und ewig markiert

Die Bewegungs- und Klanginstallation “Forever More” von João Cidade und Ferdinand Breil, aufgeführt im Acker Stadt Palast, hinterlässt neben unsichtbaren sinnlichen und emotionalen Spuren auch räumliche Spuren und beschäftigt sich mit den Fragen der Vergänglichkeit und Ewigkeit auf der Bühne.

Emotionale Teilhabe

Emmilou Rößlings „The Fraternity“, das im Rahmen von OPEN SPACES – How to get in Touch with… vom 22. bis 24. Oktober 2020 in der Tanzfabrik Berlin gezeigt wird, wirkt auf den ersten Blick wie eine Recherche zum Thema weibliches Zusammensein. Subtiler steht zudem etwas im Vordergrund, das Gespürtes und Filzstoff verbindet.

Wir müssen lernen, die Verleugnung zu reparieren: Inverse Landschaften, Aktionen auf den Straßen, gestohlene Leben

Rezension verfasst von Pêdra Costa.* Am 11. September 2020 besuchte ich „Inverted Landscapes“, eine Performance unter der Regie von André e. Teodósio (Teatro Praga) aus Lissabon, mit den Performer*innen Ana Tang, Aurora Pinho und Paulo Pascoal. Die Performance wurde im Kunstraum Botschaft / Instituto Camões Berlim präsentiert. Sie begann im Innenraum mit einer Ausstellung von […]

Im Wesentlichen fließend

Im Rahmen von OPEN SPACES der Tanzfabrik Berlin zeigt die in Berlin lebende, kanadische Choreografin Shannon Cooney mit „Fluid Resilience“ einen Zugang zum Festivalmotto: How to get in Touch with…

Brutal und klinisch

Wie kann man Gesten und Bewegungen einer bestimmten Art historisch untersuchen? Die Flüchtigkeit des Körpers in Bewegung hinterlässt nur Spuren. Im Fall eines Fabrikarbeiters sind sie in den von ihm produzierten Objekten zu finden. “An Historical Tracing and Reproduction of the Motion between the Human Body and Industrial Artifacts” von I Jung Lim, noch bis […]

Inspiration durch Begrenzungen

Als eine der wenigen deutschen Kompanien mit einem eigenen, festen Sitz und fest angestellten Tänzer*innen hat die cie. toula limnaios eine besondere Stelle in der Tanzlandschaft. Vor den Konsequenzen der Pandemie ist auch sie nicht geschont, lässt sich aber davon ganz neue Wege zeigen. Ihre aktuelle Produktion “tell me a better story”, eine Reihe von Solo- und Duostücken an zwei Abenden, macht […]

Geteilte Verletzlichkeit

Als Auftakt des Festivals Risk and Resilience erzählt Olympia Bukkakis mit „A Touch of the Other“ in den Sophiensælen eine sehr persönliche Krisengeschichte, in der sie ihre eigene Geschichte als Drag-Performerin mit der ihrer weiblichen Verwandten verbindet.

Twinkle, ein hormoneller Tanz

Inky Lees Überlegungen zu Hormonen, Verlangen und Liebe im Kontext des Sound- und Bewegungsevents Twinkle, und ihre Beobachtungen zum hormonellen Chaos ihrer Katze.

Zwischen Fiktion und Tod, ein Grand Jeté

Mit „Sunrise Sunset“ entwirft Przemek Kamiński zusammen mit Martin Hansen im HAU2 eine leuchtend-spekulative Collage aus biografischen Schnipseln des Judson-Church-Tänzers und Andy-Warhol-Schauspielers Fred Herko.

Frischer Wind für den Nachwuchs

Das Tanztreffen der Jugend profitierte bei seiner diesjährigen, internen Ausgabe von der coronabedingten Ausnahmesituation: Erstmals wurden Solist*innen und Duos eingeladen, um selbsterarbeitete Stücke zu zeigen. Darunter auch die drei Berliner Nachwuchstalente Clara Helene Gerhardt, Adama Bance und Klara Liebig (Duo Klaraadma).

Kleine Morde à la carte

Am FELD Theater für junges Publikum werden Erdbeeren zu Protagonist*innen eines Kirschkrimis. „Death is certain“, so der Titel der Performance, führt Eva Meyer-Keller nunmehr seit 18 Jahren national wie international auf. Für die Neuinszenierung am Winterfeldtplatz hat die Choreografin ihr herrlich schwarzhumoriges Handwerk an ihre Tochter Kajsa Repotente weitergegeben.

Meine Überlebenstaktik: Fantasieren

Inky Lee schreibt über ihre persönlichen Erfahrungen während der Proben und Aufführungen eines nicht namentlich genannten Stückes. Das Stück wurde in Berlin uraufgeführt und bestand aus drei Teilen, die an drei verschiedenen Orten stattfanden.

Die Vermessung der Aufführung

Gintersdorfer/Klaßen kommen einander und dem Publikum mit „Our Love Goes to the Absent Performers“ unter freiem Himmel so nahe wie die Abstandsgebote es zulassen.

Post-uterine Bewegungsstörung

Im Rahmen von ada goes garage gibt die Tänzerin Johanna Lemke einen Einblick in ihre Recherchearbeit und inszeniert dort mit dem Musiker Jacob Stoy und ihrem anwesenden Säugling das ebenso marginalisierte wie aufgeladene Thema Mutterschaft.

Die sieben Todsünden: Abschlussperformance Der ETAGE

Nach einem Schuljahr, das von der Online-Lehre charakterisiert war, und der anschließenden langsamen und vorsichtigen Rückkehr zu neuen Live-Unterrichtsformaten, fühlt es sich wie ein Luxus an, etwas auf der Bühne zu präsentieren. Die Abteilung Zeitgenössischer Tanz der ETAGE zeigt ihre Abschlussperformance „SIEBEN“ vom 10.-20. September 2020 im Theaterforum Kreuzberg.

Displaying Displacement – oder Ausgestellte Verschiebungen/Verlagerungen: Die Tanznacht Berlin Vertigo (Part One)

Mit kleinen und großen Änderungen am ursprünglichen Programm und durch das große Engagement des Festivalteams konnte die Tanznacht Berlin 2020 der Tanzfabrik Berlin eröffnet werden. Installationen, Konzerte und Aufführungen bespielen das Gelände der Uferstudios fünf Tage, bis zum 13. September. Zwischen Mundschutz, vorgegebenen Wegen und Kontingentierung ist das Resultat mehr als herzerwärmend, da wird es einem am Eröffnungsabend fast schwindelig […]

Fern aber doch so nah: Die Ausstellung „Down to (planet) Earth” im Gropius Bau

Unter dem Titel „Down to Earth: Klima, Kunst, Diskurs unplugged“ fokussiert die Ausstellung im Gropius Bau vom 13. August bis 13. September 2020 Ökologie und Nachhaltigkeit. Sie ist Teil der Programmreihe Immersion, deren Ziel es ist, mit neuen Formaten des Schauens und Präsentierens zu experimentieren, und die Dichotomie zwischen betrachtendem Subjekt und betrachtetem Objekt aufzulösen. […]

Familienkosmos mit kreativen Schlupflöchern

Bei den TANZKOMPLIZEN in der Schillertheater-Werkstatt bestätigt die Ausnahme zurzeit die Regel: Die 2016 gegründete Spielstätte für junges Publikum bleibt auch in Pandemiezeiten familienfreundlich. Zum Start der neuen Spielzeit bringt das Team rund um Livia Patrizi und Joachim Schloemer ihnen nahestehende Künstler*innen gemeinsam mit deren Partner*innen und Kindern in 25-minütigen Familienporträts auf die Bühne und an […]

Wellen schwärmen

Statt des geplanten Bühnenprogramms gibt es bei Tanz im August dieses Jahr ein Online-Angebot an Gesprächen, Filmen und Soundarbeiten, eine digitale Konferenz und zwei Arbeiten im öffentlichen Raum. Das Medien- und Performance-Kunst-Kollektiv LIGNA lässt die Teilnehmer*innen von „Zerstreuung überall! Ein internationales Radioballett“ mithilfe von akustischen Anweisungen ein zerstreutes Kollektiv praktizieren, das doch ganz unter sich […]

Ich sehe was, was du nicht siehst und das sieht immer anders aus.

Das Kinderstück „Alle Augen Staunen“ von Lea Moro verschreibt sich dem Modus von Transformation und Wandel und erinnert auch erwachsene Kinder an die Komplexität von Welt.

Alle fallen, aber niemand fällt.

Als Abschluss ihres viertägigen Workshops „Practicing Empathy“ zeigt Yasmeen Godder während des SUBMERGE Festivals in den Lake Studios Berlin ihr gleichnamiges Stück – ein Gruppenritual, das uns zeigt, dass wir gerade jetzt dringend darüber nachdenken müssen, was Empathie bedeuten könnte.

Minimale Bewegungen: Isabelle Schads „FUR“

Manchmal findet man Stücke, bei denen man einfach sprachlos bleibt. Nicht, weil sie an uns vorbeigegangen wären und uns nicht berührt hätten, sondern weil sie tief getroffen haben. Trotzdem will ich versuchen, etwas von Isabelle Schads „FUR“ zu berichten. Die Showings mit Aya Toraiwa waren am 31. Juli und 1. August 2020 in der Wiesenburg-Halle […]

Hautnah Vibrieren

Nach A.PART und NAH DRAN: extended blicken wir weiter auf alternative Formate für Tanz-Festivals und –Reihen. Die Aufführung “Aural Haptics” von Audrey Chen, Henrik Mukeby Nørstebø, Megumi Eda und Yuko Kaseki wurde für das digital adaptierte soundance festival berlin 2020 im DOCK 11 kreiert, einer Plattform für Werke aus Zeitgenössischen Tanz, Echtzeitmusik, Improvisation und angrenzenden Stilen.

Offen bleiben für neue Möglichkeiten

Christoph Winklers zweite Produktion für junges Publikum, „Shut up and dance“, feierte im Herbst 2018 bei den TANZKOMPLIZEN seine Premiere. Coronabedingt ist ein Video des Stücks zurzeit auch im Rahmen von TANZKOMPLIZEN für zuhause – Online-Spielplan für Eltern und Kinder während der Corona-Krise abrufbar. Christine Matschke sprach mit Christoph Winkler über seine Einstellung zum Tanz […]

Eine Utopie jenseits von Norm und Anti-Norm

In greller Tutti Frutti-Ästhetik inszeniert Angela Alves mit „NO LIMIT“ (Zoom-Premiere 16. Juni 2020 in den Sophiensælen) eine verdrehte Welt, in der Behinderte die normgebende Mehrheit bilden und Nicht-Behinderte unter Syndromen wie KNZR (Kommt nicht zur Ruhe) und KKG (Kennt keine Grenzen) leiden. Die Spielshow praktiziert Barrierefreiheit ohne uns pädagogisch zu belehren.

Zurück zum Klassiker

Die Veranstaltungsabsagen durch die Covid 19-Maßnahmen haben nicht nur die freie Tanzszene beeinträchtigt. Wie haben die größeren Häuser während der Pandemie reagiert? Ein kurzer Blick auf das Staatsballett Berlin anlässlich der Teilnahme Polina Semionovas am Konzert “Der Karneval der Tiere” von Camille Saint-Saëns in der Staatsoper Unter den Linden.

Über kommunizierende Körper: Isabelle Schad im Interview

Eigentlich wäre im Juni zum ersten Mal zusammenhängend Isabelle Schads Trilogie aus „Collective Jumps“, „Pieces and Elements” und „Reflection” im HAU Hebbel am Ufer gezeigt worden. Mit Jette Büchsenschütz spricht sie über Kontemplation, Kollektive und die Kraft, die von sich verschränkenden Körpern ausgeht – und es wird deutlich, wie aktuell ihre Stücke gerade heute sind. 

Berlin ist keine deutsche Stadt / Berlin isn’t a German city

Keine Aufführungen, kein Training, keine Berührungen, noch keine Perspektive: Die Covid-19-Maßnahmen haben die Tanzszene besonders hart getroffen. Sie reagiert mit dem Wunsch nach Solidarität.

Zerstreutes Gärtnern

Als Teil der vom Radialsystem initiierten Reihe New Empathies hat das Kollektiv Scores for Gardens vom 25. bis 29. Mai 2020 zu einem einwöchigen partizipativen Workshop eingeladen, der mithilfe von Scores einen nicht nur virtuell wuchernden Garten erschaffen möchte. 

Stadterweitern — (Aus)Dehnung der Sinne im urbanen Umfeld

Nach tagelangem häuslichen Aufenthalt hat mir das Praxislabor EINS von Sabine Zahns Projekt “Stadterweitern” ermöglicht, meine Sinne neu zu entdecken (und dadurch auch ein Stück Berlins). Während des ersten von vier fünftägigen Labs, die an verschiedenen zentralen Orten in Berlin von Mai bis November 2020 stattfinden werden, konnte ich den Ernst-Reuter-Platz näher erleben. Teil des Labs […]