Artikelübersicht

Übersetzung von Tanz zu Text und wieder zum Tanz – Und ich versuche die richtigen Worte zu finden

Die Work-in-process Präsentation von “The Denby Variations” von Kathleen Heil, präsentiert am 23. November 2022 im ACUD-Theater, zeigt vier von vierzehn vertanzten und vertonten Sonetten aus Textabschnitten des Tanzkritikers und Dichters Edwin Denby. 

Odyssee ins Dazwischen

„between“, das choreografische Debut von Jules Petru Fricker (LEGZ), das vom 11.-13. November 2022 im DOCK 11 zu sehen war, navigiert mit bewundernswerter Anmut durch die Zwischenräume künstlerischer Disziplinen, queerer Performance-Praktiken und Narrationen des Selbst und gebiert dabei magische, berührende Momente.

Nicht leben können, nicht sterben dürfen

„The opposite of life is not death, but disenchantment“ — damit ist der Abendzettel von „Lessons for Cadavers“, das vom 12.-15. November 2022 in den Sophiensælen zu sehen ist, überschrieben. Die brasilianische, in Berlin lebende Choreografin Michelle Moura zeigt wieder einmal ein bezauberndes Stück über eine entzauberte Welt.

Klang-Körper in Bewegung oder: Dort tanzt ein Kontrabass

Im Rahmen der Klangwerkstatt Berlin 2022 – Festival für Neue Musik im Kunstquartier Bethanien vereint das Festivalensemble progress mit „Spektralbewegung“ unter der Leitung von Sylvia Hinz erneut junge Musiker*innen der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg mit professionellen Neue-Musik-Expert*innen. In diesem Jahr erstmalig dabei ist die australische Choreografin Andrea Danae Kingston, die gemeinsam mit dem Ensemble eine choreografisch-bewegte Struktur […]

Ein absurder Kreißsaal der Lebensabschnitte

Alle Biografien einmal gut durchmischen und neu verteilen. Fünf Performer*innen des Kollektivs SEE! (SE Struck und Alexandra Knieps) testen in “Bioswop” den Lebenslaufaustausch als Annäherungsmöglichkeit an die Verankerung der eigenen Identität, aufgeführt am 4./5. November 2022 im Ballhaus Ost. 

Macht und Ohnmacht – ein Gesellschaftsspiel

Im Rahmen vom FEMINIST FUTURES FESTIVAL (2.-6.11.2022 in der Tanzfabrik Berlin) schafft Milla Koistinen mit „One Next To Me“ eine spielerische Versuchsanordnung, die offen ist für die Ambivalenzen im Verhältnis zwischen Individuum und Massenkollektiv.

Das Wesen im Schatten

Anna Natt untersucht in “Queering Nosferatu” die Symbolik der Vampirfigur, zu sehen in den Sophiensælen vom 27. bis 30. Oktober 2022. 

Tanzritual mit Trauerzeug*innen

Clébio Oliveiras und Zula Lemes’ neues Solo „DARK RED“, das vom 20. bis 23. Oktober 2022 im Acker Stadt Palast zu sehen ist, legt die verschiedenen emotionalen Schattierungen des post-pandemischen, von Verlusten geprägten Körpers frei.

Atempause im Irrgarten

Auf der Suche nach Auswegen aus einem dichten und individuellen Netz der Diskriminierung feierte die Tanzperformance „Labyrinth“ von Choreograf Ricardo de Paula und Tänzer*innen der Grupo Oito am 14. Oktober 2022 im HAU2 Premiere.

Das Rauschen der unsichtbaren Hyperpräsenz

Die Choreografin Johanna Ackva stellte vom 6. bis 9. Oktober 2022 im interdisziplinären Produktionsort Vierte Welt am Kottbusser Tor die Wiederaufnahme von „CLOUDS ON CLEAR SKY“ vor, das Ergebnis einer langjährigen Auseinandersetzung mit Tod und Sterben. Der vierte und letzte Teil der Soli-Reihe ist in Zusammenarbeit mit der Tänzerin Akemi Nagao entstanden.

Zeitverschiebungen

Was geschieht, wenn aus Morgen Gestern wird? Cécile Bally und Cathy Walsh erforschen in der Sciencefiction-Zeitreise “Über Überüberübermorgen” – Premiere am 6. Oktober 2022 im FELD Theater für junges Publikum – mit Allen ab 5 Jahren die Zukunft.

Performative Universen

Mit „Phasenübergänge Vol. 3“ untersuchen die MAASA-Tänzerinnen Merav Leibküchler, Vilja Mihalovsky, Lena Strützke und Anne-Kathrin Tismer am 25. September 2022 das Zusammenspiel der gebauten Umwelt auf dem Berliner Sharounplatz und der Menschen, die sich darin bewegen. Fortsetzungen im Märkischen Viertel und in Siemensstadt werden am 8. und 9. Oktober stattfinden.

Das „Ich/Auge“ des Zyklopen

„Cyclops“, nach einer Idee und unter der Regie von Zé de Paiva, präsentiert opulent fließende Bildfragmente im Sucher der Kamera. Wir sehen Bilder unserer selbst und Bilder von de Paiva und der Co-Performerin Nasheeka Nedsreal als Avatare und Cyborg-Zyklopen. Sie steuern und hinterfragen das Narrativ dieser Performance, die im Ballhaus Naunynstraße auf die Bühne gebracht […]

Blut, Schweiß & Talent

Florentina Holzingers „Ophelia’s Got Talent” erinnert mich an einen Aufsatz, den ich einst schrieb. In ihm war die Ophelia in Shakespeares Hamlet mein Beispiel, mit dem ich belegte, dass Frauen zarter gezeichnet werden als Männer. Nirgends stimmt das weniger als in Holzingers Stück: Mit einem ganz fetten Edding signiert die Künstlerin ihren Namen, tatsächlich den […]

Geschützte Räume

Im Rahmen des Queering the Crip, Cripping the Queer Festival vom 15. bis 17. September 2022 präsentierten die Sophiensæle Anajara Amarantes „Butching Cowboys“ mit der Schaffung eines intersektionalen queer-crip Raumes und als Performance modellierter Care für alle sich in ihm Aufhaltenden.

Klangrorschach

„Die Hörposaune” ist eine Einladung zur akustisch-sensorischen Erkundung von Körpern, Objekten und Texturen in einer ohne erkennbare Worte auskommenden, ebenso ernsten wie humorvollen scholastischen Inszenierung von Werner Hirsch (alias Antonia Baehr) und Jule Flierl. Die Premiere fand im 1929 erbauten Stummfilmkino Theater im Delphi in Berlin-Weißensee statt.

Polyphone Trauerwunden

Jefta van Dinthers „Unearth“ löst mittels Stimme und Tanz Erinnerungsfragmente und macht Gefühle der Verbundenheit erfahrbar. Die Uraufführung der vierstündigen Dauerperformance fand im Rahmen von Tanz im August am 13.8.2022 in der St. Elisabeth-Kirche statt und kann noch bis zum 16.8. besucht werden.

Mycel-Mystik

Die finnische Choreografin Maija Hirvanen imaginiert beim diesjährigen Tanz im August mit „Mesh“ (12.-14.8.2022, HAU 2) eine mystifizierte Vision der Verwobenheit alles Lebendigen.

Lichtabhängig

„Under my Gaze“ mit Renae Shadler, Mickey Mahar, Dorota Michalak und einer schwebenden Aerocene-Skulptur reflektiert die Sonne in ihrer Rolle als Energieressource und potenzielle Zerstörungskraft. Die Tanzperformance fand vom 28. bis 31. Juli 2022 auf dem Gelände der St.-Elisabeth-Kirche in Berlin-Mitte statt.

Wütende Wiegenlieder

Bertolt Brechts „Vier Wiegenlieder einer proletarischen Mutter“ (1932) dienen der Choreografin Claudia Garbe als Ausgangspunkt für eine tänzerische Interpretation von Mutter*schaft in vier Kapiteln mit den Performer*innen Steffi Sembdner, Virginnia Krämer und Diana Thielen. Die Vorstellungen von „Wiegenlieder!“ fanden vom 14. bis 17. Juli 2022 im Innenhof der Uferstudios in Berlin-Wedding statt.

Relativ im Hier und Jetzt, im Dort und Dann

Susanne Kennedy und Markus Selg haben den minimalistischen Opernklassiker „Einstein on the Beach“ (30. Juni – 3. Juli 2022 im Haus der Berliner Festspiele) für die Ära des Maximalismus neu eingerichtet. Ihre Inszenierung ist ein Spiel mit Relativität und Gleichzeitigkeit, ist die Thematisierung eines anderen Zeitgefühls in der Unendlichkeit unserer Gegenwart.

Parade parallel

In Rachel Monosovs Tanzperformance „Landscape of Comfort“ inszenieren Tamar Grosz, Camilla Brogaard und Julia Shelkovskaia mit Tretrollern eine festliche Parade. Die Veranstaltung fand am 11. Juni 2022 im Rahmen des Festivals Movement Research ACROSS vor der Galerie Wedding statt.

Dieses Gleich und jenes Gleich sind nicht dasselbe

Menschen aller Geschlechter sind gleich. Alle sind gleich. GLEICH! GLEIIIIIIIIICHHH! Ist das nicht mittlerweile klar? „EQUALITY!“, ein Duett der Compagnie Lindh & Weingartner, richtet sich an ein junges Publikum und bringt die uralte Diskussion über die Gleichberechtigung der Geschlechter auf die Bühne. Präsentiert bei der Eröffnung von PURPLE – 6. internationales Tanzfestival für junges Publikum […]

Wiederholungen und ihre glücklichen Verschiebungen

Hermann Heisigs „happy sisyphos“ ist ein spielerische Auseinandersetzung für junges Publikum mit dem antiken Sisyphos-Mythos, in der die scheinbare Aussichtslosigkeit der Wiederholung kollektiv in Luft aufgelöst wird.

Zurück auf die Bühne

Nach zwei Jahren pandemiebedingtem Ausweichen in die digitalen Sphären kehrt das A.PART-Festival zurück ins ada Studio und bietet der jungen Berliner Tanzszene eine Bühne: Unter dem Titel „ONSTAGEPLEASE!“ wurden am 6./7. und 13./14. Mai 2022 zeitgenössische Choreografien von Tanzstudierenden und -alumni präsentiert.

Bewegende Kommunikation

In den Sophiensælen überträgt Saša Asentić gemeinsam mit Diana Anselmo, Scarlet Yu und Alexandre Achour die Partitur von Le sacre du printemps in Bewegungssprache und kritisiert dabei ableistische und klassistische Strukturen, die in Gesellschaften fortbestehen.

Sie sind diesem Druck ausgesetzt

TANZPLATTFORM 2022 >>> In „Overtongue“ entführt Michelle Moura ihr Publikum in die polymorphe Welt des Bauchredens und dissoziiert die Wahrnehmungen von Lauten und Körperlichkeit. Die Vorstellungen vom 23. bis 27. April in den Sophiensælen finden im Nachklang der Tanztage Berlin 2022 statt.

Scrollen bis zur Freiheit

In „Degrees of Freedom“ präsentieren Team Volume & Guests einen Re-Mix aus Träumen über Freiheit und Liebe, der vom 7. bis 10. April 2022 im DOCK 11 seine Premiere feierte.

Woraus die Träume eines Tisches gemacht sind

TANZPLATTFORM 2022 >>> In „Telling Stories – a version for three“ von Fabrice Mazliah / Work of Act, aufgeführt im Rahmen der Tanzplattform 2022 vom 17. bis 19. März im Radialsystem, spielen drei Tänzer*innen mit unsichtbaren Objekten, die sie gemeinsam mit ihrer Fantasie und der Fantasie des Publikums Wirklichkeit werden lassen.

Ekstase in Pose

TANZPLATTFORM 2022 >>> Choy Ka Fai verschränkt Ballroom und Schamanismus, Körper und Technologie in „Yishun is Burning“ (HAU2, 16./17. März 2022). Dieser Text entstand im Rahmen der zweitägigen tanzschreiber-Schreibwerkstatt zur Tanzplattform 2022 unter der Leitung von Mareike Theile, Johanna Withelm und Alex Hennig. Inspiriert von der Lust am Text und im Austausch über Tanz und Tanzkritik wurde die eigene […]

Sitz-Platz. Neu erlebt.

TANZPLATTFORM 2022 >>> Im Radialsystem zeigte Antje Pfundtner in Gesellschaft am 16. und 17. März das Solo „Sitzen ist eine gute Idee“ (Tanz: Antje Pfundtner). Diese beiden Texte entstanden im Rahmen der zweitägigen tanzschreiber-Schreibwerkstatt zur Tanzplattform 2022 unter der Leitung von Mareike Theile, Johanna Withelm und Alex Hennig. Inspiriert von der Lust am Text und im […]

Herdenverhalten

TANZPLATTFORM 2022 >>> „PACK“ von Miller / de’Nobili, präsentiert im Rahmen der Tanzplattform am 19. März 2022 im HAU2, zeigt die Virtuosität seiner Darsteller und spielt auf mehreren Ebenen mit Gruppendynamiken.

Die Tanzfläche in Stücke schneiden

TANZPLATTFORM 2022 >>> „Flush“ von Sheena McGrandles, uraufgeführt 2020, wurde im Rahmen der Tanzplattform 2022 am 16. und 17. März gezeigt und basiert auf Videoschnitttechniken. Bewegung und Sprache werden zu Material, das zerschnitten, gefaltet, manipuliert und wieder zusammengenäht wird, um ein absurdes Patchwork zu bilden.   

Kampf der Superheld*innen

TANZPLATTFORM 2022 >>> In „SHE LEGEND“ eignen sich Carolin Jüngst und Lisa Rykena die archetypischen Narrative des maskulinen Superhelden-Kosmos’ an und deuten sie queerfeministisch um. Die Reinszenierung der 2019 uraufgeführten Performance findet am 16., 17. und 18. März im Rahmen der Tanzplattform 2022 im HAU3 statt.

Hin zu einer größeren Offenheit

TANZPLATTFORM 2022 >>> Moritz Ostruschnajaks „TANZANWEISUNGEN (It won’t be like this forever)“ war das Eröffnungsstück der Tanzplattform Deutschland 2022, die zum ersten Mal seit ihrer Gründung vor 28 Jahren in Berlin stattfand. Am 16. und 17. März 2022 wurde das Stück im Deutschen Theater gezeigt.

tanzschreiber-Artikel zur Tanzplattform Deutschland 2022 in Berlin

Übersicht aller Artikel >>> Vom 16. bis 20. März versammelt die Tanzplattform Deutschland 2022 in Berlin, veranstaltet vom HAU Hebbel am Ufer, 13 aktuelle und bemerkenswerte Positionen des tänzerischen und choreografischen Schaffens. Autor*innen und Gastautor*innen des Online-Rezensionsportals tanzschreiber des Tanzbüro Berlin rezensieren die ausgewählten 13 Stücke der Tanzplattform 2022 auf tanzschreiber.de. Einzelne Texte werden von […]

Nach dem Krieg gibt es kein Zurück

Man sagt, dass jede Tragödie aus fünf Akten bestehen sollte: 1) Exposition, 2) Komplikation, 3) Höhepunkt (Peripetie), 4) Retardierendes Moment und 5) Auflösung. Aber wir sind hier nicht bei Ibsen oder Shakespeare. Dies sind Sasha Waltz & Guests und es handelt sich um eine Sinfonie in vier Sätzen. Das heißt: Es gibt keine Auflösung in […]

Träum‘ mit Mir

TANZPLATTFORM 2022 >>> In der Tanzperformance „CASCADE“ von Meg Stuart / Damaged Goods, welche vom 24. bis 26. Februar im HAU Hebbel am Ufer zu sehen ist, wird ein kollektiver Traum von Zeit Wirklichkeit – oder war er schon immer real? „CASCADE“ ist eine der ausgewählten Performances der Tanzplattform Deutschland 2022 und wird am 19. […]

Im Wechselspiel zwischen Tanz und Musik

Die Performance-Reihe NAH DRAN, die 2007 ihren Anfang nahm, hat wieder mal drei neue Stücke von jungen Berliner-Choreograf*innen dem Publikum vorgestellt, aufgeführt am 22. & 23. Januar 2022 live im ada Studio und anschließend für vier Tage als Videostream verfügbar. In ihren Bildern und Stimmungen ganz unterschiedlich, waren alle Stücke von einer Klangsphäre gekennzeichnet, die […]

Was steckt hinter der Angst?

Bei der Premiere von „Behind Fear“ am 2. Februar 2022 im HAU3 leiten Dragana Bulut, Caroline Neill Alexander, Tian Rotteveel, Mohanad Al-Rim und Nancy Meissner ihr Publikum dabei an, spürbare Symptome der Angst zu ergründen und lehren Skills, um die eigene Resilienz im Theatersaal zu stärken. 

forevererest. mountainrest. Zukünftige Erinnerungen vergangener Auflösungsschwankungen

In Deva Schuberts „Sisters of Algolore“ (28.-30. Januar 2022 im radialsystem) werden Synthetisches und Organisches zu einer spekulativen Klang- und Bewegungslandschaft verwoben – und zwischen Alphorn und Algorithmus entsteht eine Bedeutungsverschiebung jenseits von Dystopie und Utopie.

Den Flammen entkommen

In heteronormativen Familien werden die Strukturen häuslicher Gewalt oft über Generationen reproduziert, bis der Ausbruch gelingt. Von einem Entkommen berichten Rachael Mauney und Telmo Branco bei der Premiere von „Matrilineal“ am 21. Januar 2022 im AckerStadtPalast.

Träumereien an der Schwelle

Layton Lachmans und Samuel Hertz‘ klanglich aufgeladene Videoadaption ihres Bühnenstücks „DOOM (The Movie)“, die im Rahmen des Online-Programms der Tanztage Berlin 2022 gezeigt wird, erschafft eine Welt aus Katastrophe und Schöpfung. Parvathi Ramanathan betritt diese Welt in einem Rausch aus wahnhafter Krankheit und Fantasie.

Schuss-Gegenschuss: Sequenzen eines sapphischen Zusammentreffens

Judith Förster und Nanna Sigsdatter Mathiassen treffen während der Tanztage Berlin 2022 in den Sophiensælen in der Performance und Videoinstallation „showdown“ aufeinander. Eine filmische Version ist vom 17. bis 22. Januar 2022 im Onlineprogramm des Festivals zu sehen.

Fragmentierte Existenz

In „Trace Study (or how to keep warm in the waiting room of collapse)” nimmt Frank Willens die Architektur des ihn umgebenen Raumes zur Hilfe, um einen seelischen Ausnahmezustand zu skizzieren. Die Performance ist Teil des circa 70-minütigen Tanzfilmprojekts „Tanz vom Tod“, für das die Berliner Choreografin Saskia Oidtmann zehn international arbeitende Künstler*innen mit je […]

Rätselhafte Topografien des Jenseits

Nach der Weltpremiere im Mai 2021 in Stockholm war das Tanzprojekt „On Earth I´m Done: Mountains“ von Jefta van Dinther und Cullberg vom 15. bis 18. Dezember 2021 im HAU2 zu sehen. In der Form eines Tanzsolos thematisiert die Choreografie die komplexe Beziehung von Natur und Kultur. Im Fokus stehen die Herausforderungen des Transhumanismus und […]

Zwischen Eibe und Sprossen: Vergänglichkeit, extrauterin

Josefine Mühle und Suvi Kemppainen verwandeln mit „Baby Choir“ den Hochzeitssaal der Sophiensæle (16.-19. Dezember 2021) in einen spekulativen, extrauterinen Transitraum changierend zwischen Geburt, Begehren, Lusterfüllung und Vergehen.

Wunder weben

In der Performance „Silkworms“ (gesehen am 3. Dezember 2021 im Radialsystem) verweben die Choreografinnen und Tänzerinnen Renae Shadler und Mirjam Sögner Choreografie mit ergreifenden Bildern, um die Haut in ihrer Funktion als sinnliches Gefäß zu erforschen. Durch ihre ständige Aufmerksamkeit für haptische Rückkopplungen erzeugen sie eine choreografische Struktur, die einerseits in der Lage ist, die […]

Erinnern erinnern. Oder: 2081 – das Jahr in dem die synthetischen Pommes erfunden wurden

In ihrer Performance „Die Ausschreitung“ (3.-5.12.2021, Ballhaus Ost), die gleichzeitig auch eine performative Buchvorstellung ist, entwerfen Cécile Bally und Emma Tricard ein dystopisches Zukunftsszenarium, das beherrscht ist von einer allgegenwärtigen Macht und ihren synthetischen Pommes. Und spekulieren darüber, wie wir es hacken können.

Wir Tragen Welten in Uns

„BETWEEN“ ist eine fesselnde virtuelle Reise durch Raum, verschiedene Universen und die unermüdliche Vorstellungskraft der in Berlin lebenden Choreographin Howool Baek, entstanden in Zusammenarbeit mit dem Sounddesigner Matthias Erian und dem Medienkünstler Jin Lee. Dieses interaktive Web-Erlebnis (noch zu sehen bis zum 5. Dezember 2021) basiert lose auf Baeks gleichnamiger Live-Performance, die im Oktober 2019 […]

Die Flüchtigkeit des Moments digitalisieren

Aus dem Keller des DOCK 11 streamte Irina Demina am 26. November 2021 ihre Performance „Perpetual Myth“ als Echtzeit-Aufführung im digitalen Raum und nahm uns leichtfüßig mit in die komplexen wie auch faszinierenden Welten des Motion Captures.

Im Rhythmus der ewigen Wiederkehr

In den Sophiensælen wird vom 25. bis 28. November 2021 das Projekt „Living Room” von Public in Private/Clémentine M. Songe (aka Clément Layes) gezeigt. Die Zusammenarbeit von Songe/Layes mit der Künstlerin Jasna L. Vinovrški, der Architektin Morana Mažuran, der Lichtdesignerin Ruth Waldeyer und dem bildenden Künstler Jonas Maria Droste resultiert in einer akrobatischen Aufführung, in der die […]

Spuren des Seins

Die Gründer*innen der Theater-Butoh Company 4RUDE, Hikaru Inagawa und Maco, zeigen vom 18. bis 21. November 2021 gemeinsam mit zwei weiteren Performer*innen ihre neue Arbeit „Das Sein – Ruinen“ im Theater im Delphi.

Genderfluide Apologie der Finsternis

Vom 3. bis 6. November 2021 wurde im HAU1 das Projekt „Moonstruck: In Praise of Shadows“ von Ariel Efraim Ashbel & Friends aufgeführt. Die Inszenierung ist ein virtuoses Zusammenspiel von Performer*innen, Objekten, intensiven Geräuschen und Licht. Das Projekt ist inspiriert von Jun´ichirō Tanizakis Essay „In Praise of Shadows“, in dem der japanische Schriftsteller über die […]

Und wie soll es dann weitergehen?

In dem Stück „Alter Hase – Ein Ballett für fünf Ehemalige“ inszeniert Lajos Talamonti am 4. November 2021 seinen Bühnenabschied im Festsaal der Sophiensæle und beschließt damit auch das Performancefestival Coming of Age, welches sich seit Mitte September verschiedenen Facetten des Alterns widmete.

Zusammenkommen in sensorischen Landschaften

Am 19. Oktober 2021 feierte mit „MONUMENT 0.9: Replay“ die neue Arbeit von Eszter Salamon im HAU1 Premiere. Der knapp zweistündige Abend baut auf der Gruppenperformance „Reproduction“ von 2004 auf und entwirft unter den Blicken der Zuschauenden eine freimütige Abhandlung über die Lust.

Möchten Sie ein Monster sehen?

Am 9. und 10. Oktober 2021 wurde in der Berlinischen Galerie das Projekt „We are not monsters – Edition: Berlinische Galerie“ in der Produktion von Saša Asentić & Collaborators aufgeführt. Künstler*innen mit und ohne Behinderung der Künstlergruppen Per.Art aus Novi Sad (Serbien) und Tanzerei aus Berlin untersuchen die Relation zwischen Besucher*innen und den Kunstobjekten im […]