Artikelübersicht

Im Wesentlichen fließend

Im Rahmen von OPEN SPACES der Tanzfabrik Berlin zeigt die in Berlin lebende, kanadische Choreografin Shannon Cooney mit „Fluid Resilience“ einen Zugang zum Festivalmotto: How to get in Touch with…

Brutal und klinisch

Wie kann man Gesten und Bewegungen einer bestimmten Art historisch untersuchen? Die Flüchtigkeit des Körpers in Bewegung hinterlässt nur Spuren. Im Fall eines Fabrikarbeiters sind sie in den von ihm produzierten Objekten zu finden. “An Historical Tracing and Reproduction of the Motion between the Human Body and Industrial Artifacts” von I Jung Lim, noch bis […]

Inspiration durch Begrenzungen

Als eine der wenigen deutschen Kompanien mit einem eigenen, festen Sitz und fest angestellten Tänzer*innen hat die cie. toula limnaios eine besondere Stelle in der Tanzlandschaft. Vor den Konsequenzen der Pandemie ist auch sie nicht geschont, lässt sich aber davon ganz neue Wege zeigen. Ihre aktuelle Produktion “tell me a better story”, eine Reihe von Solo- und Duostücken an zwei Abenden, macht […]

Geteilte Verletzlichkeit

Als Auftakt des Festivals Risk and Resilience erzählt Olympia Bukkakis mit „A Touch of the Other“ in den Sophiensælen eine sehr persönliche Krisengeschichte, in der sie ihre eigene Geschichte als Drag-Performerin mit der ihrer weiblichen Verwandten verbindet.

Zwischen Fiktion und Tod, ein Grand Jeté

Mit „Sunrise Sunset“ entwirft Przemek Kamiński zusammen mit Martin Hansen im HAU2 eine leuchtend-spekulative Collage aus biografischen Schnipseln des Judson-Church-Tänzers und Andy-Warhol-Schauspielers Fred Herko.

Frischer Wind für den Nachwuchs

Das Tanztreffen der Jugend profitierte bei seiner diesjährigen, internen Ausgabe von der coronabedingten Ausnahmesituation: Erstmals wurden Solist*innen und Duos eingeladen, um selbsterarbeitete Stücke zu zeigen. Darunter auch die drei Berliner Nachwuchstalente Clara Helene Gerhardt, Adama Bance und Klara Liebig (Duo Klaraadma).

Kleine Morde à la carte

Am FELD Theater für junges Publikum werden Erdbeeren zu Protagonist*innen eines Kirschkrimis. „Death is certain“, so der Titel der Performance, führt Eva Meyer-Keller nunmehr seit 18 Jahren national wie international auf. Für die Neuinszenierung am Winterfeldtplatz hat die Choreografin ihr herrlich schwarzhumoriges Handwerk an ihre Tochter Kajsa Repotente weitergegeben.

Die Vermessung der Aufführung

Gintersdorfer/Klaßen kommen einander und dem Publikum mit „Our Love Goes to the Absent Performers“ unter freiem Himmel so nahe wie die Abstandsgebote es zulassen.

Post-uterine Bewegungsstörung

Im Rahmen von ada goes garage gibt die Tänzerin Johanna Lemke einen Einblick in ihre Recherchearbeit und inszeniert dort mit dem Musiker Jacob Stoy und ihrem anwesenden Säugling das ebenso marginalisierte wie aufgeladene Thema Mutterschaft.

Die sieben Todsünden: Abschlussperformance Der ETAGE

Nach einem Schuljahr, das von der Online-Lehre charakterisiert war, und der anschließenden langsamen und vorsichtigen Rückkehr zu neuen Live-Unterrichtsformaten, fühlt es sich wie ein Luxus an, etwas auf der Bühne zu präsentieren. Die Abteilung Zeitgenössischer Tanz der ETAGE zeigt ihre Abschlussperformance „SIEBEN“ vom 10.-20. September 2020 im Theaterforum Kreuzberg.

Displaying Displacement – oder Ausgestellte Verschiebungen/Verlagerungen: Die Tanznacht Berlin Vertigo (Part One)

Mit kleinen und großen Änderungen am ursprünglichen Programm und durch das große Engagement des Festivalteams konnte die Tanznacht Berlin 2020 der Tanzfabrik Berlin eröffnet werden. Installationen, Konzerte und Aufführungen bespielen das Gelände der Uferstudios fünf Tage, bis zum 13. September. Zwischen Mundschutz, vorgegebenen Wegen und Kontingentierung ist das Resultat mehr als herzerwärmend, da wird es einem am Eröffnungsabend fast schwindelig […]

Fern aber doch so nah: Die Ausstellung „Down to (planet) Earth” im Gropius Bau

Unter dem Titel „Down to Earth: Klima, Kunst, Diskurs unplugged“ fokussiert die Ausstellung im Gropius Bau vom 13. August bis 13. September 2020 Ökologie und Nachhaltigkeit. Sie ist Teil der Programmreihe Immersion, deren Ziel es ist, mit neuen Formaten des Schauens und Präsentierens zu experimentieren, und die Dichotomie zwischen betrachtendem Subjekt und betrachtetem Objekt aufzulösen. […]

Familienkosmos mit kreativen Schlupflöchern

Bei den TANZKOMPLIZEN in der Schillertheater-Werkstatt bestätigt die Ausnahme zurzeit die Regel: Die 2016 gegründete Spielstätte für junges Publikum bleibt auch in Pandemiezeiten familienfreundlich. Zum Start der neuen Spielzeit bringt das Team rund um Livia Patrizi und Joachim Schloemer ihnen nahestehende Künstler*innen gemeinsam mit deren Partner*innen und Kindern in 25-minütigen Familienporträts auf die Bühne und an […]

Wellen schwärmen

Statt des geplanten Bühnenprogramms gibt es bei Tanz im August dieses Jahr ein Online-Angebot an Gesprächen, Filmen und Soundarbeiten, eine digitale Konferenz und zwei Arbeiten im öffentlichen Raum. Das Medien- und Performance-Kunst-Kollektiv LIGNA lässt die Teilnehmer*innen von „Zerstreuung überall! Ein internationales Radioballett“ mithilfe von akustischen Anweisungen ein zerstreutes Kollektiv praktizieren, das doch ganz unter sich […]

Ich sehe was, was du nicht siehst und das sieht immer anders aus.

Das Kinderstück „Alle Augen Staunen“ von Lea Moro verschreibt sich dem Modus von Transformation und Wandel und erinnert auch erwachsene Kinder an die Komplexität von Welt.

Alle fallen, aber niemand fällt.

Als Abschluss ihres viertägigen Workshops „Practicing Empathy“ zeigt Yasmeen Godder während des SUBMERGE Festivals in den Lake Studios Berlin ihr gleichnamiges Stück – ein Gruppenritual, das uns zeigt, dass wir gerade jetzt dringend darüber nachdenken müssen, was Empathie bedeuten könnte.

Minimale Bewegungen: Isabelle Schads „FUR“

Manchmal findet man Stücke, bei denen man einfach sprachlos bleibt. Nicht, weil sie an uns vorbeigegangen wären und uns nicht berührt hätten, sondern weil sie tief getroffen haben. Trotzdem will ich versuchen, etwas von Isabelle Schads „FUR“ zu berichten. Die Showings mit Aya Toraiwa waren am 31. Juli und 1. August 2020 in der Wiesenburg-Halle […]

Hautnah Vibrieren

Nach A.PART und NAH DRAN: extended blicken wir weiter auf alternative Formate für Tanz-Festivals und –Reihen. Die Aufführung “Aural Haptics” von Audrey Chen, Henrik Mukeby Nørstebø, Megumi Eda und Yuko Kaseki wurde für das digital adaptierte soundance festival berlin 2020 im DOCK 11 kreiert, einer Plattform für Werke aus Zeitgenössischen Tanz, Echtzeitmusik, Improvisation und angrenzenden Stilen.

Offen bleiben für neue Möglichkeiten

Christoph Winklers zweite Produktion für junges Publikum, „Shut up and dance“, feierte im Herbst 2018 bei den TANZKOMPLIZEN seine Premiere. Coronabedingt ist ein Video des Stücks zurzeit auch im Rahmen von TANZKOMPLIZEN für zuhause – Online-Spielplan für Eltern und Kinder während der Corona-Krise abrufbar. Christine Matschke sprach mit Christoph Winkler über seine Einstellung zum Tanz […]

Eine Utopie jenseits von Norm und Anti-Norm

In greller Tutti Frutti-Ästhetik inszeniert Angela Alves mit „NO LIMIT“ (Zoom-Premiere 16. Juni 2020 in den Sophiensælen) eine verdrehte Welt, in der Behinderte die normgebende Mehrheit bilden und Nicht-Behinderte unter Syndromen wie KNZR (Kommt nicht zur Ruhe) und KKG (Kennt keine Grenzen) leiden. Die Spielshow praktiziert Barrierefreiheit ohne uns pädagogisch zu belehren.

Zurück zum Klassiker

Die Veranstaltungsabsagen durch die Covid 19-Maßnahmen haben nicht nur die freie Tanzszene beeinträchtigt. Wie haben die größeren Häuser während der Pandemie reagiert? Ein kurzer Blick auf das Staatsballett Berlin anlässlich der Teilnahme Polina Semionovas am Konzert “Der Karneval der Tiere” von Camille Saint-Saëns in der Staatsoper Unter den Linden.

Über kommunizierende Körper: Isabelle Schad im Interview

Eigentlich wäre im Juni zum ersten Mal zusammenhängend Isabelle Schads Trilogie aus „Collective Jumps“, „Pieces and Elements” und „Reflection” im HAU Hebbel am Ufer gezeigt worden. Mit Jette Büchsenschütz spricht sie über Kontemplation, Kollektive und die Kraft, die von sich verschränkenden Körpern ausgeht – und es wird deutlich, wie aktuell ihre Stücke gerade heute sind. 

Berlin ist keine deutsche Stadt / Berlin isn’t a German city

Keine Aufführungen, kein Training, keine Berührungen, noch keine Perspektive: Die Covid-19-Maßnahmen haben die Tanzszene besonders hart getroffen. Sie reagiert mit dem Wunsch nach Solidarität.

Zerstreutes Gärtnern

Als Teil der vom Radialsystem initiierten Reihe New Empathies hat das Kollektiv Scores for Gardens vom 25. bis 29. Mai 2020 zu einem einwöchigen partizipativen Workshop eingeladen, der mithilfe von Scores einen nicht nur virtuell wuchernden Garten erschaffen möchte. 

Stadterweitern — (Aus)Dehnung der Sinne im urbanen Umfeld

Nach tagelangem häuslichen Aufenthalt hat mir das Praxislabor EINS von Sabine Zahns Projekt “Stadterweitern” ermöglicht, meine Sinne neu zu entdecken (und dadurch auch ein Stück Berlins). Während des ersten von vier fünftägigen Labs, die an verschiedenen zentralen Orten in Berlin von Mai bis November 2020 stattfinden werden, konnte ich den Ernst-Reuter-Platz näher erleben. Teil des Labs […]

Gegen Übersetzung?

Über die Möglichkeiten von Performancekunst in Zeiten der Kontaktsperre und wieso die Schließung der Theater auch als Chance gesehen werden kann. Überlegungen zu dem von Felix M. Ott und Diego Agulló initiierten und von der Tanzfabrik Berlin unterstützten Festival „Reclaiming the live aspect of the Performing Arts in the current times“.

Ein Festival mal anders: Das A.PART-Festival im Dialog zwischen Recherche und Produkt

Die Berliner Tanzszene bringt sich ins Spiel, um kreative, aber auch nachhaltige Lösungen zu finden die Krise zu überstehen. Trotz der vielen Absagen findet das A.PART-Festival vom 18. April bis 17. Mai 2020 am ada Studio im digitalen Raum und mit einem entsprechenden neuen Format statt.

Durch Bildschirme läuft eine andere Art der kinästhetischen Empathie

In den Zeiten von Corona, in denen Live-Veranstaltungen für Tanz (noch) nicht möglich sind, bleiben die digitalen Formate. Man kann es mögen oder nicht, und nicht alles ist geeignet, um verfilmt zu werden. Es gibt aber Tanzfilme, Filme die explizit für Kamera und Bildschirm choreographiert sind: noch bis 6. Mai zu sehen in der POOL […]

Horror Or Rorroh

Aus der Schreibwerkstatt des A.PART-Festivals, vierter Teil: #Halb automatisch, halb Papier, halb Tasten. In Lena Michaelis´ Beschreibungen zu „The Horror Woman a.k.a. too dark … too sweet … too dead?“ von Helen Burghardt, Zoe Goldstein & Noga Abramovitch (25./26. Mai 2019) mischt sich #x als Phantom ein und durchkreuzt den Text als Tiefstaplerin.

Und wenn sie nicht gestorben sind…

Marlene Naumann und Anuya Rane lassen ihren Gedankenströmen freien Lauf zu „The Horror Woman a.k.a. too dark … too sweet … too dead?“ von Helen Burghardt, Zoe Goldstein & Noga Abramovitch am 25./26. Mai 2019, und setzen dazu noch ein Palimpsest oben drauf. Aus der Schreibwerkstatt des A.PART-Festivals – Zeit für den dritten Teil unserer […]

Distanz Tanz

Das breite Angebot an Online-Tanzklassen zeigt uns, wie wir trotz sozialer Distanzierung jede*r für sich allein im Tanz miteinander verbunden bleiben können. Über das komplizierte Zusammenspiel von Nähe und Distanz in Corona-Zeiten.

Über Gastfreundschaft, Kollaborationen und Esskultur: Fragen an Sally De Kunst zum Buch „This Book is Yours“

Am 21. März 2020 hätte Sally De Kunst das Buch „This Book is Yours – Recipes for Artistic Collaboration“ im Berliner Büro des Vexer Verlags mit einem Koch-Workshop vorstellen sollen. Wie vieles in Berlin und weltweit konnte diese Veranstaltung – eine Zusammenarbeit mit dem Tanzbüro Berlin – nicht stattfinden. So habe ich Sally De Kunst […]

Codex rescriptus

Einblicke in Arbeiten aus der Schreibwerkstatt des A.PART-Festivals sollten schon länger auf tanzschreiber erscheinen, angesichts des durch SARS-CoV-2 eingestellten Spielbetriebs werden die Texte nun in loser Reihenfolge veröffentlicht. Im zweiten Teil palimpsestieren Janine Muckermann und Katharina Scheidtmann zu dem Stück „Sissy Syemmetrie“ von Yaron Maiim am 23./24. Mai 2019.

„Ghost Insect", Jara Serrano © Alexandra Hennig

Ich sehe was, was Du nicht siehst

Tanz-Performances im Theater zu erleben, scheint in Zeiten der Corona-Pandemie erst einmal in weite Ferne gerückt – tanzschreiber schaut auch zurück und dabei ganz konkret auf das Schreiben in Beziehung zu Tanz. Aus der Schreibwerkstatt des A.PART-Festivals, erster Teil: Ein Text von Lena Michaelis, Marlene Naumann und Anuya Rane nach der Stillen-Post-Methode zu „Ghost Insect“ […]

Zu viel Spieltrieb

Spiel, Sport, Artistik und Tanz gehen in Joshua Montens „Game Theory“, das vom 11.-13. März 2020 im DOCK11 gezeigt wurde, fließend ineinander über. Aber unklar bleibt, was aus dem Schein-Charakter des Spiels folgt.

Offen für alles

Mit der Wiederaufnahme von „Open for Everything“ (2012) im VERLIN spricht Constanza Macras von unseren Vorurteilen über Roma und Sinti.

Aquaphile Transgression

Als Teil des Festivals OPEN SPACES – Laughing & Loving inszeniert Karol Tymiński mit „Water Sports“ eine erotische Intensitätszone des Ekstatischen, in der die Grenze zwischen organischer und anorganischer Lust überschritten wird.

Verwicklung, kollektives Handeln und Kunst als ein Vehikel der Hoffnung

Peter Scherrebeck Hansen, Snorre Hansen und Katrine Staub laden am Ende ihres Lause-Residency-for-Art-and-Activism-Monats zu einer offenen Probe. 

T.E.N.T. PALACE MINI-MEGA FESTIVAL©T.E.N.T. Collective copy

Nicht warten!

An zwei der vier Abende des MINI-MEGA Festivals T.E.N.T. PALACE (DOCK 11, 20.–23. Februar 2020) ist Inky Lee dabei und nimmt Bezug darauf, wie T.E.N.T. ‚Träumen, Wünschen und Grundbedürfnissen‘ Raum geben.

Es gibt keinen Bauchtanz

Mit ihrem Solo-Stück “Dansöz” im HAU3 kehrt Tümay Kılınçel die Klischees und die Zuschreibungen zum Bauchtanz mit scharfer Ironie um und sorgt stets für Überraschung.

Ein formbarer Körper für den voyeuristischen Blick

Bei der Premiere ihres ersten Solo-Stücks “Petra” im DOCK 11 macht sich die Choreografin/Tänzerin Berit Einemo Frøysland auf die Spuren von Petra von Kant, ein Charakter aus dem Fassbinder-Universum zwischen Glanz und Leid.

Die Unmöglichkeit symmetrischer Beziehungen

In “My Body is Your Body” überträgt das Kölner Overhead Project das zirkuseigene Können und das Spiel zwischen Vertrauen und Risiko in eine tänzerische Choreografie und erzählt von einem gesellschaftspolitisch relevanten Thema, ohne dabei die Faszination und das Spektakel auszuschließen.

Zusammen spielen!

In „Balancing Bodies“ der Amsterdamer Compagnie Woest nimmt das Publikum auf rollenden Bürostühlen Platz. Zeit zum Nachdenken bleibt einer*m bei dem turbulenten Mitmach-Stück, das am Wochenende im Rahmen von PURPLE – Internationales Tanzfestival für junges Publikum zu sehen war, zum Glück nicht.

Unterdrückung mit einem Liebesstoß austreiben.

„JUCK“ – etwas zwischen einem feierlichen Technoritual, einer Traumabefreiungstherapie und einer vollständigen Austreibung des Patriarchismus – ist mehr als eine kraftvolle und fein abgestimmte Performance. Die Arbeit, die auf den Tanztagen Berlin 2020 gezeigt wurde, ist eine Überlebensstrategie angesichts von Unterdrückungssystemen zur Gewährleistung von Gemeinschaft und Freude.

Berliner Coolness

„Sarabande“ von Sasha Amaya und „Tricks for Gold (T4$)“ von Frida Giulia Franceschini feierten am 8. Januar in den Sophiensælen im Rahmen der Tanztage Berlin 2020 Premiere.

Hände

Vier gehörlose Performer*innen, Steve Stymest, Jan Kress, Rita Mazza und Athina Lange, kreieren ein Musical – „Vier“ – und nutzen dafür den Reichtum und die Vielfalt der deutschen Gebärdensprache und Visual Vernacular, um die Musik von einer anderen Seite her zu „betreten“. „Vier – Ein visuelles Musical in Gebärdensprache“ feierte am 17. Dezember 2019 in den […]

Kollektiver Körper

Ihre Begegnung mit der geflüchteten syrischen Journalistin Yasmine Merei brachte Sasha Waltz 2015 auf die Idee, mit dem Format ZUHÖREN einen „dritten Raum für Kunst und Politik“ zu begründen – einen Zeit-Raum, in dem sich Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen und alle Interessierten begegnen können, um über drängende Fragen der Zeit zu diskutieren. Nach Flucht und künstlerischem […]

Transparenz des Geistes in der Gegenwart

In ihrem Solo-Stück “My Breast on the Table” im DOCK 11 lässt sich Judith Sánchez Ruíz auf die Spontanität des mit Publikum geteilten Moments ein. Durch Körper- und Stimmimprovisationen und Experimente mit Storytelling macht sie durchlässig, was sie innen und außen bewegt.

Fühlbar im Hier und Jetzt

Seinen Tanzschwerpunkt hat das Theater Thikwa in den letzten Jahren ausgeprägt. Was mit den Tanzabenden von Berliner Choreograph*innen begann, ist mittlerweile ein fester Programmbestandteil bei der Theatertruppe, die mit behinderten und nichtbehinderten Künstler*innen arbeitet. In „Aftershow“ nimmt Juli Reinartz den mit dem Tanzabend 4 gesponnenen Faden zu den Thikwas wieder auf.

Kontroverse Angebote

Der Berliner Choreograf Sebastian Matthias gastiert im Rahmen des Projekts explore dance mit seinem ersten Stück für Jugendliche an der fabrik Potsdam. Das ist nicht ganz ohne, denn es geht um das Thema Sex. Der wiederum verkauft sich bekanntermaßen gut, besonders im Internet.

Die Last des Aufklärungswunsches

„On HeLa – The Colour of Cells“, das neue Stück von Christoph Winkler, dessen Premiere am 12. Dezember im Ballhaus Ost war, erzählt zwei persönliche Geschichten, die die gesellschaftspolitische Bedeutung von Krebs beleuchten. Kein Aspekt des wichtigen Stoffs bleibt unerwähnt; das eigene Verantwortungsgefühl belastet das dokumentarische Tanzstück.

Nähren, Widerstand leisten, sich selbst zurückgewinnen

Oben auf der Galerie des Ballhauses Naunynstraße durchdringt der kolumbianische Performer und Choreograf Jao Moon in seinem Solo „Memory of Dislocation – Exactly the Same in the Opposite Direction“ (7.–10. Dezember) gekonnt Identitäten, Grenzen, Erinnerungen und Ästhetiken.

Überlebensgroß. Oder: nicht länger irgendwo.

Abschluss des Festivals Freischwimmer*innen. The Future is F*e*m*a*l*e* in den Sophiensælen: Jamila Johnson-Small alias Last Yearz Interesting Negro kreiert mit ihrem Stück „i ride in colour and soft focus, no longer anywhere“ poetische Bewegungs-Sound-Landschaften und meditative Abschweifungen, die Fragen nach dem Verbleiben der Körper nahelegen.

Kein Leben ohne Tod

Bei “Op.131 : End/Dance” vom Choreografen Laurent Chétouane, das seine Premiere am 29. November im HAU 1 gefeiert hat, entstehen durch unermüdliche zirkuläre Bewegungen zahllose Kreise, die sich nicht schließen. So wie seine musikalische Begleitung, Beethovens Streichquartett Op. 131, benötigt auch der Tanz von Léonard Engel keine feste Einordnung in einer linearen Kulturgeschichte, um seinem […]

Einblick versus Überblick

Zeitgenössische Kunst aus Griechenland bekommt Geld, zeitgenössischer Tanz keines – trotz überlebensgroßem Kurator.

Bindestrich-Identitäten

Mit dem „Afrotrap-Tanzworkshop“ und der Performance „Un truc d’ouf“, die im Ballhaus Ost stattfanden, stellt das Performancekollektiv La Fleur Fragen über die gemischten Identitäten von Europäer*innen afrikanischer Abstammung. 

Freiwillig gefangen im Kollektiv

Mit “Lost in Formation”, uraufgeführt am 22. November in der fabrik Potsdam, zeigt KOMBINAT anhand von Tanz und Film diverse Erscheinungen der Formationen im gesellschaftlichen Miteinander und das Tragikomische am Kontaktverlust dabei.