Fortwährende Bewegungsmaschine

Jasmin İhraçs jüngste Arbeit „liú“ feierte am 15. März 2021 Premiere und wurde vom 26. bis 29. Mai im Rahmen des Performing Arts Festival Berlin 2021 auf der digitalen Plattform HAU4 gezeigt. In ihrer feinfühligen Erkundung von Zyklen und Rhythmen der Natur und des menschlichen Lebens vermeidet İhraç anmaßende Behauptungen und Erklärungen und lässt das Publikum mit dem Wunder der unendlichen Zeitschleife konfrontiert. Diese gelassene und ruhige Performance verleitete mich dazu, diese Bilder und meine Gedanken Minute für Minute zu protokollieren.

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Vertrauen in den Prozess

Das A.PART-Festival schafft Begegnungen zwischen Berliner Tanz-Studierenden und Alumni. Unter dem diesjährigen Festivalmotto PATCH//WORK haben sich zwölf eingeladene Künstler*innen in Tandems durch einen kreativen Prozess bewegt und gegenseitig begleitet. Für uns als Publikum formt sich das Festival des ada Studios vor allem auf einem Online Blog.

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An alle (Open Air) Parties von Morgen

„The Dying Swans Project“, konzipiert von Eric Gauthier und produziert von Gauthier Dance / Dance Company Theaterhaus Stuttgart, ist ein Screendance-Projekt mit internationalen Choreograf*innen, welches während des zweiten Pandemiewinters entstand. Die in Berlin lebende Choreografin Constanza Macras zeigt in ihrer Videoarbeit „all tomorrow’s parties“ eine faszinierende Perspektive auf einen Post-Party-Zustand als Erwachen aus der Covid-19-Zeit. Einen anderen Blickwinkel liefern Meg Stuart und Damaged Goods durch ein poetisches und berührendes Screendance-Werk für das Haus der Kulturen der Welt.

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Wir werden nicht Teil dieses Verbrechens sein

In der Arbeit „Die Chöre des Spekulativen“, die vom 23. bis 25. April 2021 als Livestream präsentiert wurde, widmet sich der Theaterregisseur Sebastian Blasius der Gestalt und Funktion des antiken Chores, den Etappen seiner Auflösung und Möglichkeiten seiner Reinszenierung. Die Szene im Heizhaus der Uferstudios (Berlin) transformiert den leeren Raum in ein reflexiv-atmosphärisches Spiel, das sich zwischen Choreografie, Sprache und Installation ereignet. 

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Das Nachleben des Tanzes

Am 23. April wurde im Georg Kolbe Museum in Berlin-Westend mit einer Preview für Fachpublikum und Journalist*innen die Ausstellung „Der absolute Tanz. Tänzerinnen der Weimarer Republik“ (April bis August 2021) ins Leben gerufen. Kuratiert von Dr. Julia Wallner und Brygida Ochaim, korrespondiert die Ausstellung mit der szenografischen Gestaltung und der Arbeit „Blaue und Gelbe Schatten“ von Ulla von Brandenburg.

„Wir tanzen den Tod, die Schwangerschaft, die Syphilis, den Wahnsinn, das Sterben, das Siechtum, den Selbstmord, und kein Mensch nimmt uns ernst. Sie glotzen nur auf unsere Schleier, ob sie darunter was sehen können, die Schweine.“ (Zitat aus der Ausstellung)

Dieses schockierende Bekenntnis von Anita Berber, einer der Skandal-Ikonen der Tanzszene der 1920er Jahre, die mit nur 29 Jahre in Berlin an Tuberkulose starb, kann als prägnanter Ausdruck des Zeitgeistes der Weimarer Republik gedeutet werden. Während der kurzen Phase zwischen der Explosion des Ersten und der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs, rebellierte in Berlin eine Generation junger Tänzerinnen kompromisslos und rauschhaft gegen die ästhetischen Konventionen, Darstellungen und patriarchalen Machtstrukturen einer Weltordnung, die vor ihren Augen unwiderruflich zusammenbrach. In der Atmosphäre der gescheiterten Novemberrevolution 1919, des sich zuspitzenden ideologischen Antagonismus sowie der Antizipation des Schreckens der NS-Zeit, ereignete sich eine künstlerische Revolution, in der gerade die choreografischen Arbeiten von Frauen – wie die Ausstellung im Kolbe Museum zeigt –  eine prägende, nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Davon ausgehend, dass die Geschichte der darstellenden Künste der Weimarer Jahre meist mit Arbeiten und Namen wie Max Reinhardt, Erwin Piscator oder Bertolt Brecht assoziiert wird, scheint Bedeutung und Stellenwert der Choreografinnen und Tänzerinnen  dieser Zeit ein immer noch wenig beleuchtetes Phänomen zu sein. Indem die Kuratorinnen Dr. Julia Wallner und Brygida Ochaim das Augenmerk auf Biografien und Werke richten, die einem breitem Publikum größtenteils unbekannt sind, rücken sie diesen blinden Fleck der Kulturgeschichte in ein neues Licht. Die Ausstellung leistet daher einen wegweisenden Beitrag für zukünftige, genderkritische Auseinandersetzungen mit der Kunst der 1920er Jahre und hilft uns dabei, den Kanon der Tanzgeschichte neu zu verfassen.

Anhand einer Vielzahl von Fotografien, Filmen, Skulpturen, Textzitaten, Plakaten, Zeichnungen und Skizzen, die aus diversen Archiven und Sammlungen stammen, rekonstruiert „Der absolute Tanz“ die Positionen und Stile von elf Künstlerinnen: Valeska Gert, Anita Berber, Hertha Feist, Vera Skoronel, Berthe Trümpy, Charlotte Bara, Tatjana Barbakoff, Claire Bauroff, Jo Mihaly, Oda Schottmüller und Celly de Rheidt. Würde man nach jener kuratorischen Geste suchen, die den roten Faden und das Konzept der Ausstellung bestimmt, so wäre es der intermediale Dialog zwischen Tanz, Skulptur, Malerei, Fotografie und Film. Die tänzerischen und choreografischen Figuren werden im Feld erweiterter medialer Konstellationen wahrgenommen, wodurch ein differenzierter Blick auf die Selbstdarstellung der Tänzerinnen der Weimarer Republik ermöglicht wird. Auch hinsichtlich der Inszenierung der Artefakte in der Schau beobachtet man die Wirksamkeit eines bewussten zeitgenössischen Dialogs zwischen kuratorischem Konzept und raumplastischen Arbeiten. Die Raumgestaltung von Ulla von Brandenburg definiert die Szenografie der Ausstellung durch farbige Wände, sodass ein dynamisches Zusammenspiel von Körper, Farbe, Architektur und den ausgestellten Überresten des Tanzes zu Stande kommt. Mit diesen bühnenbildnerischen Elementen wird ein Akzent auf die sinnlich-körperliche Wahrnehmung gesetzt, der den Besuch selbst in eine Choreografie verwandelt und das Nachleben des Tanzes im eigenen Leib verankert. Die Spuren der Performance „Blaue und Gelbe Schatten“ von Ulla von Brandenburg (aufgeführt am 23. April 2021), die in Form weißer skulpturaler Objekte in Kolbes großem Atelier installiert sind, sowie die großen monochromatischen Textilien (die wie Vorhänge wirken und ebenfalls Teil ihrer Arbeit sind), verbinden die verborgene Raum-Zeit des absoluten Tanzes mit dem neugierigen Flanieren der Besucher*innen. In diesem Spiel zwischen Abwesenheit und Präsenz, Rekonstruktion und Vergegenwärtigung, trifft man auf Objekte und Bewegungen, die immer noch vibrieren und das Archiv nicht in die abgeschlossene Vergangenheit, sondern in eine offene Potenzialität der Zukunft verlegen.


Anmerkung: Gemäß des Bundesinfektionsschutzgesetzes ist das Museum vorerst geschlossen. Die Ausstellung „Der absolute Tanz. Tänzerinnen der Weimarer Republik“ läuft bis zum 29. August 2021, aktuelle Informationen zum Besuch unter Corona-Bedingungen finden Sie auf der Webseite des Georg Kolbe Museum.

Update 19.05.2021: Das Museum ist wieder geöffnet! 

Alleinsein, eine Collage

Die Corona-Pandemie verschaffte einigen Menschen mehr Zeit, um allein zu sein. Manchmal kann das bedeuten, ohne äußere Ablenkungen Zeit mit sich selbst zu verbringen. Inky Lee, die allein lebt, gehört zu diesen Menschen. Eines Abends, sitzt sie ruhig in diesem Zustand und beobachtet, wie sich ihr Inneres bewegt.

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Wie wär´s mit einem Time-Warp-Dance?

Mitten in der zweiten Welle und kurz vor Jahresende und dem Ende meiner Zeit beim tanzschreiber möchte ich ein paar Gedanken zum Thema Tanz/Darstellende Künste in Zeiten der erzwungenen Digitalisierung festhalten. Je länger wir im Lockdown zuhause sitzen, desto gravierender werden die Folgen sein. Positiv war, dass uns allen die Augen geöffnet wurden, dass es möglich ist, Menschen an den verschiedensten Orten der Welt zusammenzubringen, und dass gefordert wurde, Tanzkonzepte neu zu überdenken. Negativ ist, dass wir alle uns nach Berührungen oder einem stabilen (wirtschaftlichem/Arbeits-) Umfeld sehnen. Ich möchte mich nun etwas genauer mit drei Elementen der Tanzproduktion beschäftigen – Konzeption, Ästhetik und Realisierung – und eine Art Sprung in die Zukunft des Tanzes und der Tanzpädagogik wagen.

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Die Gespenster von Mark Fisher

Das neue Stück der Company Christoph Winkler “It’s All Forgotten Now” widmet sich dem Gedankenerbe des verstorbenen britischen Poptheoretikers Mark Fisher. Pandemiebedingt wurde das Stück – von Winkler als performatives Mixtape bezeichnet – nicht vor Publikum aufgeführt, sondern in den Sophiensælen als Film aufgezeichnet, der noch bis zum 29. November 2020 online zu sehen ist.

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Verschleierte Bewegungen

Rhea Ramjohn* reflektiert über die metaphorischen und materiellen Masken, die unsere alltäglichen Bewegungen und Interaktionen prägen. Die „Performance“, im Rahmen der Covid-19-Pandemie füreinander Platz zu schaffen und einander Raum zu geben, betont Distanzierung und hat dabei offengelegt, was viele marginalisierte Menschen seit Langem als Pandemie des Otherings kennen.

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Minimale Bewegungen: Isabelle Schads „FUR“

Manchmal findet man Stücke, bei denen man einfach sprachlos bleibt. Nicht, weil sie an uns vorbeigegangen wären und uns nicht berührt hätten, sondern weil sie tief getroffen haben. Trotzdem will ich versuchen, etwas von Isabelle Schads „FUR“ zu berichten. Die Showings mit Aya Toraiwa waren am 31. Juli und 1. August 2020 in der Wiesenburg-Halle zu sehen.

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Hautnah Vibrieren

Nach A.PART und NAH DRAN: extended blicken wir weiter auf alternative Formate für Tanz-Festivals und –Reihen. Die Aufführung “Aural Haptics” von Audrey Chen, Henrik Mukeby Nørstebø, Megumi Eda und Yuko Kaseki wurde für das digital adaptierte soundance festival berlin 2020 im DOCK 11 kreiert, einer Plattform für Werke aus Zeitgenössischen Tanz, Echtzeitmusik, Improvisation und angrenzenden Stilen.

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Offen bleiben für neue Möglichkeiten

Christoph Winklers zweite Produktion für junges Publikum, „Shut up and dance“, feierte im Herbst 2018 bei den TANZKOMPLIZEN seine Premiere. Coronabedingt ist ein Video des Stücks zurzeit auch im Rahmen von TANZKOMPLIZEN für zuhause – Online-Spielplan für Eltern und Kinder während der Corona-Krise abrufbar. Christine Matschke sprach mit Christoph Winkler über seine Einstellung zum Tanz und Schwierigkeiten während des Lockdowns.

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Eine Utopie jenseits von Norm und Anti-Norm

In greller Tutti Frutti-Ästhetik inszeniert Angela Alves mit „NO LIMIT“ (Zoom-Premiere 16. Juni 2020 in den Sophiensælen) eine verdrehte Welt, in der Behinderte die normgebende Mehrheit bilden und Nicht-Behinderte unter Syndromen wie KNZR (Kommt nicht zur Ruhe) und KKG (Kennt keine Grenzen) leiden. Die Spielshow praktiziert Barrierefreiheit ohne uns pädagogisch zu belehren.

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Zurück zum Klassiker

Die Veranstaltungsabsagen durch die Covid 19-Maßnahmen haben nicht nur die freie Tanzszene beeinträchtigt. Wie haben die größeren Häuser während der Pandemie reagiert? Ein kurzer Blick auf das Staatsballett Berlin anlässlich der Teilnahme Polina Semionovas am Konzert “Der Karneval der Tiere” von Camille Saint-Saëns in der Staatsoper Unter den Linden.

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Über kommunizierende Körper: Isabelle Schad im Interview

Eigentlich wäre im Juni zum ersten Mal zusammenhängend Isabelle Schads Trilogie aus „Collective Jumps“, „Pieces and Elements” und „Reflection” im HAU Hebbel am Ufer gezeigt worden. Mit Jette Büchsenschütz spricht sie über Kontemplation, Kollektive und die Kraft, die von sich verschränkenden Körpern ausgeht – und es wird deutlich, wie aktuell ihre Stücke gerade heute sind. 

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Stadterweitern — (Aus)Dehnung der Sinne im urbanen Umfeld

Nach tagelangem häuslichen Aufenthalt hat mir das Praxislabor EINS von Sabine Zahns Projekt “Stadterweitern” ermöglicht, meine Sinne neu zu entdecken (und dadurch auch ein Stück Berlins). Während des ersten von vier fünftägigen Labs, die an verschiedenen zentralen Orten in Berlin von Mai bis November 2020 stattfinden werden, konnte ich den Ernst-Reuter-Platz näher erleben. Teil des Labs EINS waren auch eine Performance Lecture und ein Gespräch.

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Gegen Übersetzung?

Über die Möglichkeiten von Performancekunst in Zeiten der Kontaktsperre und wieso die Schließung der Theater auch als Chance gesehen werden kann. Überlegungen zu dem von Felix M. Ott und Diego Agulló initiierten und von der Tanzfabrik Berlin unterstützten Festival „Reclaiming the live aspect of the Performing Arts in the current times“.

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Ein Festival mal anders: Das A.PART-Festival im Dialog zwischen Recherche und Produkt

Die Berliner Tanzszene bringt sich ins Spiel, um kreative, aber auch nachhaltige Lösungen zu finden die Krise zu überstehen. Trotz der vielen Absagen findet das A.PART-Festival vom 18. April bis 17. Mai 2020 am ada Studio im digitalen Raum und mit einem entsprechenden neuen Format statt.

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Durch Bildschirme läuft eine andere Art der kinästhetischen Empathie

In den Zeiten von Corona, in denen Live-Veranstaltungen für Tanz (noch) nicht möglich sind, bleiben die digitalen Formate. Man kann es mögen oder nicht, und nicht alles ist geeignet, um verfilmt zu werden. Es gibt aber Tanzfilme, Filme die explizit für Kamera und Bildschirm choreographiert sind: noch bis 6. Mai zu sehen in der POOL 20 – Spring Edition des Internationalen TanzFilmFestivals Berlin im DOCK 11 online.

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Horror Or Rorroh

Aus der Schreibwerkstatt des A.PART-Festivals, vierter Teil: #Halb automatisch, halb Papier, halb Tasten. In Lena Michaelis´ Beschreibungen zu „The Horror Woman a.k.a. too dark … too sweet … too dead?“ von Helen Burghardt, Zoe Goldstein & Noga Abramovitch (25./26. Mai 2019) mischt sich #x als Phantom ein und durchkreuzt den Text als Tiefstaplerin.

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Und wenn sie nicht gestorben sind…

Marlene Naumann und Anuya Rane lassen ihren Gedankenströmen freien Lauf zu „The Horror Woman a.k.a. too dark … too sweet … too dead?“ von Helen Burghardt, Zoe Goldstein & Noga Abramovitch am 25./26. Mai 2019, und setzen dazu noch ein Palimpsest oben drauf. Aus der Schreibwerkstatt des A.PART-Festivals – Zeit für den dritten Teil unserer Serie. Nachdem der Bund und die Länder heute beschlossen haben, die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu verlängern, wird einmal mehr deutlich, dass wir monatelang schweren Herzens auf den gewohnten Besuch von Live-Tanzaufführungen verzichten werden müssen.

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Über Gastfreundschaft, Kollaborationen und Esskultur: Fragen an Sally De Kunst zum Buch „This Book is Yours“

Am 21. März 2020 hätte Sally De Kunst das Buch „This Book is Yours – Recipes for Artistic Collaboration“ im Berliner Büro des Vexer Verlags mit einem Koch-Workshop vorstellen sollen. Wie vieles in Berlin und weltweit konnte diese Veranstaltung – eine Zusammenarbeit mit dem Tanzbüro Berlin – nicht stattfinden. So habe ich Sally De Kunst aufgefordert, ein paar Fragen über dieses ungewöhnliche Rezeptbuch zum Kochen und für künstlerische Kollaborationen per Skype zu beantworten. Ich fand es besonders passend zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem wir viel Zeit zu Hause – wahrscheinlich auch beim Kochen – verbringen und uns in der Isolation mehr und mehr bewusst wird, wie sehr unsere Lebensweise auf Kollaborationen beruht.

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Codex rescriptus

Einblicke in Arbeiten aus der Schreibwerkstatt des A.PART-Festivals sollten schon länger auf tanzschreiber erscheinen, angesichts des durch SARS-CoV-2 eingestellten Spielbetriebs werden die Texte nun in loser Reihenfolge veröffentlicht. Im zweiten Teil palimpsestieren Janine Muckermann und Katharina Scheidtmann zu dem Stück „Sissy Syemmetrie“ von Yaron Maiim am 23./24. Mai 2019.

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Ich sehe was, was Du nicht siehst

Tanz-Performances im Theater zu erleben, scheint in Zeiten der Corona-Pandemie erst einmal in weite Ferne gerückt – tanzschreiber schaut auch zurück und dabei ganz konkret auf das Schreiben in Beziehung zu Tanz. Aus der Schreibwerkstatt des A.PART-Festivals, erster Teil: Ein Text von Lena Michaelis, Marlene Naumann und Anuya Rane nach der Stillen-Post-Methode zu „Ghost Insect“ von Jara Serrano am 26./27. Mai 2019.

Weiterlesen „Ich sehe was, was Du nicht siehst“