Performing Memory

Wie kann man ein Archiv performen? Wie kann ein Rechercheprozess auf der Bühne dargestellt werden, ohne dass das Ergebnis langweilig und didaktisch wirkt? Wie kann ein Tanz über eine Arbeit entwickelt werden, die vor mehr als 40 Jahren uraufgeführt wurde? In „Try Leather“ erforschen Britta Wirthmüller, William Locke Wheeler und Justine A. Chambers die politischen und performativen Aspekte des gleichnamigen Solos aus dem Jahr 1975 der kanadischen Künstlerin und Aktivistin Margaret Dragu. Wirthmüller und Wheeler wählen jeden Abend ein Dutzend verschiedener Archivaufnahmen und Schlüsselwörter aus und bieten ihre persönliche Sicht auf Dragus Arbeit und Leben in einer Performance, die Tanz, gesprochenes Wort und Audiofragmente kombiniert.

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Wir werden nicht Teil dieses Verbrechens sein

In der Arbeit „Die Chöre des Spekulativen“, die vom 23. bis 25. April 2021 als Livestream präsentiert wurde, widmet sich der Theaterregisseur Sebastian Blasius der Gestalt und Funktion des antiken Chores, den Etappen seiner Auflösung und Möglichkeiten seiner Reinszenierung. Die Szene im Heizhaus der Uferstudios (Berlin) transformiert den leeren Raum in ein reflexiv-atmosphärisches Spiel, das sich zwischen Choreografie, Sprache und Installation ereignet. 

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