The costs of writing. „Why criticism?“ debates, Panel III online from 15 December 2020 ©Tanzbüro Berlin

The costs of writing. „Wozu Kritik?“ – Digitale Debatte, Panel III

Neue Organisations- und Finanzierungsformen und deren Auswirkungen auf Texte diskutieren Lynn Berger, Erica N. Cardwell, Lukas Harlan, Alina Kolar und Sanjoy Roy.


Wozu Kritik? oder… Was heißt und zu welchem Ende praktiziert man Kulturkritik?

Digitale Debatte in drei Folgen

Während der Pandemie-Zeit sind die Rezensionen in Tageszeitungen und Radiosendungen weiter zurückgegangen. Ohnehin steht die Kunstkritik als eitle Gattung immer wieder selbst in der Kritik. Bedeutet die aktuelle Situation nun den Todesstoß? Zeit zumindest für eine Inventarisierung: Worüber sprechen Kulturjournalist*innen (zu wenig)? Was kann Kritik in der Form von Rezensionen und darüber hinaus leisten? Wie ist das Verhältnis von Kritik und Selbstkritik? Wer spricht oder schreibt wie über wen? Wer zahlt dafür? Und welche Rolle sollen kulturelle Institutionen bei der Klärung dieser Fragen spielen?

Konzept: Astrid Kaminski

Reader „Wozu Kritik?“ mit Biografien der Panel-Teilnehmenden

Written Keynote by Sanjoy Roy, Life sentences: on reviewing and renewing, published on tanzschreiber.de, 3 December 2020 (in English).


PANEL III

The costs of writing. Finances and the policies of Future Media – Non-profit journalism vs State funded vs Member financed

— in englischer Sprache —

„Manche sehen im Feuilleton kontinentaleuropäischer Prägung bereits eine Art UNESCO-Welterbe, das es unter Schutz zu stellen und staatlich zu alimentieren gilt“, schrieb der Journalist und Künstler Jörg Scheller zu Beginn der Spielzeit im Magazin des Schauspiel Zürich. Wie auch viele andere Kulturinstitutionen kommt das Theater dem Staat voraus und greift selbst in die Tasche, um Kritiken und ein Schreiben über Kunst möglich zu machen. Ist diese Form der Unterstützung hilfreich oder hinderlich für Autor*innen und Journalist*innen sowie die Gründung neuer, eigenständiger Medien? In Panel III diskutieren Medienmacher*innen, Unterstützer*innen und Autor*innen neue Organisations- und Finanzierungsformen und deren Auswirkungen auf Texte.

Panelgäste: Lynn Berger (Redakteurin De Correspondent, Bereich Care), Erica N. Cardwell (Journalistin und Autorin, u.a. BOMB, Hyperallergic), Lukas Harlan (Programmleiter Schöpflin-Stiftung), Alina Kolar (Herausgeberin und Redakteurin von Arts of the Working Class) und Sanjoy Roy (Gründungsredakteur des Springback Magazine, Tanzjournalist für den englischen Guardian)

Im Gespräch mit: Elisabeth Nehring (Journalistin und Kulturpolitische Moderatorin) und Elena Philipp (Redakteurin nachtkritik)

Online bis 28.02.2021 auf radialsystem.de
Panel I ab 08.12., Panel II ab 11.12., Panel III ab 15.12.2020 abrufbar

Präsentiert von tanzschreiber.de

Eine Kooperation des Tanzbüro Berlin mit dem radialsystem und dem Dachverband Tanz Deutschland